Stephan Ambrosius: Das ist der HSV-Youngster

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Stephan Ambrosius wurde zuletzt von Hollerbach gelobt und könnte es in den HSV-Kader gegen den BVB schaffen. Wer ist der 19-Jährige?


STEPHAN AMBROSIUS IM PORTRÄT

Den 06. Februar 2018 wird Stephan Ambrosius so schnell nicht mehr vergessen. Erst wurde der 19-Jährige ins Training der Profis des Hamburger SV beordert, dann schwärmte HSV-Trainer Bernd Hollerbach: "Der Junge gefällt mir gut. Weil er sich nicht versteckt. Er geht richtig hin, haut dazwischen, zeigt Herz. Das hat mich beeindruckt."

Der Lohn: Ambrosius wurde direkt befördert, durfte auch am Mittwoch bei den Profis mittrainieren - und das erneut so gut, dass Hollerbach im Anschluss konstatierte, er sei für das Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr im LIVETICKER) auf jeden Fall ein Kader-Kandidat, wenn er so weiter machen. 

Ambrosius stammt aus der St.-Pauli-Jugend

Doch wer ist der Verteidiger, der aus dem Nichts aufgetaucht ist und plötzlich öffentlich von HSV-Trainer Hollerbach derart gelobt wird? Goal stellt Stephan Ambrosius im Kurzporträt vor. 

Geboren wurde der Sohn ghanaischer Eltern in Hamburg - er ist also ein echter Hamburger Jung. Zunächst lief er in der Jugend allerdings für den FC St. Pauli auf, wo sein Bruder Michael Ambrosius noch immer in der 2. Mannschaft spielt. Der Wechsel folgte im Jahr 2012, da war er 13 Jahre alt. 

Bernd Hollerbach Würzburger Kickers 12052016

Ambrosius hat "sagenhafte Einstellung"

Beim HSV machte sich Ambrosius gut, spielte in der U17 neben Jakob Golz, Sohn des früheren Bundesliga-Torwarts Richard und Top-Talent Mats Köhlert. Auch in der U19 behauptete er sich, spielte meist als Rechtsverteidiger. Mit ihm auf dem Platz: Top-Juwel Jann-Fiete Arp

In der aktuellen Saison ist er Stammspieler in der U23 der Hamburger, spielt dort als Innenverteidiger. In 16 Spielen erzielte er ein Tor und wurde dreimal mit einer Gelben Karte verwarnt. "Stephan tut seinen Gegenspielern weh und verschafft sich auf dem Platz sofort Respekt", sagt HSV-Talente-Manager Marinus Bester der Mopo über Ambrosius. "Er ist handlungsschnell, zweikampfstark und hat eine sagenhafte Einstellung."

Füllt Stephan Ambrosius den HSV-Kader auf?

Jene sagenhafte Einstellung kann der HSV im Abstiegskampf gut gebrauchen. Die Norddeutschen rangieren auf Platz 17, was den direkten Abstieg bedeuten würde. Und ausgerechnet jetzt drückt der Schuh in der Defensive. Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos ist gesperrt, Gideon Jung angeschlagen. 

Und so könnte es gut sein, dass Stephan Ambrosius es ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den BVB in den Kader des Hamburger SV schafft. Und wer weiß? Vielleicht schafft es Kämpfer Ambrosius ja schon bald zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga - und so zur Erfüllung seines Traums. 

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