Schalke 04, News und Gerüchte: Ozan Kabak droht Ausfall, Wagner hadert mit Leistung gegen Paderborn

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Ozan Kabak Schalke 04
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Ozan Kabak droht nach dem 1:1 gegen den SC Paderborn eine Zwangspause. Der Schalker Verteidiger soll am Sonntag untersucht werden. Alle News zu S04.

Beim Duell mit Aufsteiger Paderborn kam der FC Schalke am 21. Spieltag der Bundesliga nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Im Anschluss haderte Trainer David Wagner mit der Leistung seiner Mannschaft.

So war der 48-Jährige vor allem mit dem Aufritt der Knappen in der ersten Halbzeit unzufrieden. Aber nicht nur ergebnistechnisch stellt das Remis gegen den SCP einen Rückschlag für S04 dar.

Bereits nach 37 Minuten musste Innenverteidiger Ozan Kabak mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Am Sonntag soll sich der 19-Jährige nun einer MRT-Untersuchung unterziehen.

Außerdem: David Wagner übt nach seiner Roten Karte im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC und dem anschließenden Freistoß Kritik am VAR. Und: Kabak verfügt auf Schalke offenbar über eine Ausstiegsklausel.

Der FC Schalke 04 am Sonntag: In diesem Artikel informieren wir Euch zu allem Wissenswerten über S04.

FC Schalke 04 droht Ausfall von Ozan Kabak: MRT-Untersuchung am Sonntag

Der FC Schalke 04 muss womöglich vorerst auf Ozan Kabak verzichten. Der türkische Innenverteidiger war beim 1:1 am Samstag gegen den SC Paderborn nach 37 Minuten mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt worden und soll sich noch am Sonntag einer MRT-Untersuchung unterziehen.

"Ich habe ein Ziehen im Oberschenkel gespürt", erklärte Kabak in der Mixed Zone angesprochen auf seine Verletzung. Dabei wollte er den Ernstfall nicht ausschließen: "Ob was gerissen ist, weiß ich nicht." Die Tomographie soll nun für Klarheit sorgen.

GERMANY ONLY: OZAN KABAK SCHALKE

FC Schalke 04 - David Wagner nach Remis gegen Paderborn: "Das wir Probleme haben ist offensichtlich"

Trainer David Wagner vom FC Schalke 04 hadert nach dem 1:1-Untenschieden gegen den SC Paderborn mit der Leistung seiner Mannschaft. Dabei störte ihn vor allem das Zusammenspiel der Knappen im letzten Spielfelddrittel.

"Ich glaube das war keine gute erste Halbzeit von uns. Insbesondere was Entscheidungsfindung betrifft, haben wir es kompliziert gemacht. Zielstrebigkeit hatten wir da auch nicht", erklärte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Remis gegen den Aufsteiger.

In der zweiten Halbzeit habe sich Wagners Team deutlich gesteigert, doch es fehlte das zweite Tor. Der Deutsch-Amerikaner erklärte dazu: "Dass wir Probleme haben, ist offensichtlich. Wir werden weiter Lösungen suchen."

Beim Duell mit dem SCP brachte Ahmed Kutucu die Königsblauen in der 63. Minute in Führung. Anschließend zog sich Schalke etwas zurück, ehe Klaus Gjasula die Nachlässigkeit von S04 nach einer Ecke eiskalt bestrafte und zum 1:1-Enstand einköpfte.

David Wagner Schalke 04 2020

Bericht: Schalke-Verteidiger Ozan Kabak besitzt wohl Ausstiegsklausel ab 2021

Schalke 04 droht offenbar ein vorzeitiger Abschied seines Innenverteidigers Ozan Kabak. Der Vertrag des 19-Jährigen soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 45 Millionen Euro beinhalten, die nach der Saison 2020/21 gezogen werden kann. Das berichtet die  Bild -Zeitung.

Zuletzt hatte der türkische Nationalspieler in einem Interview mit  beIN Sports  durchblicken lassen, sich vorstellen zu können, eines Tages in die Premier League zu wechseln: "Zwei oder drei weitere Jahre in dieser Liga wären kein Zeitverlust für mich", betonte Kabak mit Blick auf die Bundesliga, ehe er hinzufügte: "Danach möchte ich gerne in die Premier League oder zu einem der Top-10-Vereine in Europa wechseln."

ozan kabak schalke04 31012020

Nach Freispruch: Schalke-Trainer Wagner übt harsche Kritik am Videobeweis

Nach seinem Freispruch nach der Rot-Farce im DFB-Pokal machte David Wagner seinem Ärger Luft und ließ kein gutes Haar am Videobeweis. "Wir müssen dahin kommen, dass der Schiedsrichter die Hoheit behält", forderte der Trainer des Bundesligisten Schalke 04, "es wird viel zu häufig eingegriffen. So verunsichern wir unsere Schiedsrichter und stärken sie nicht."

Wagners Platzverweis im Achtelfinale gegen Hertha BSC am vergangenen Dienstag wertete das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag als Fehlentscheidung. Der Coach wurde nicht gesperrt, das Verfahren eingestellt. Ihm sei "kein unsportliches Verhalten vorzuwerfen", sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des Sportgerichts, und nannte die Rote Karte von Schiedsrichter Harm Osmers einen "offensichtlichen Interpretationsirrtum".

Wagner hatte in der Verlängerung den gefoulten Berliner Verteidiger Jordan Torunarigha leicht berührt. Osmers zeigte nach Videobeweis Rot, auf dem Videowürfel wurde als Grund "Tätlichkeit" angegeben. Einen Tag später begründete der Schiedsrichter den Platzverweis mit Spielverzögerung. Wagner habe weder das eine noch das andere begangen, sagte Lorenz, sein Verhalten sei "vielmehr von Hilfestellung und beruhigender Fürsorge geprägt" gewesen. Das habe Torunarigha, der aus Wut eine Getränkekiste auf den Boden geworfen und dafür die Gelb-Rote Karte bekommen hatte, in seiner Stellungnahme auch bestätigt.

DAVID WAGNER SCHALKE HARM OSMERS DFB POKAL GERMAN CUP 04022020

Ex-Schalker Höwedes fordert Spielabbruch bei Affenlauten

Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes fordert konsequentes Durchgreifen bei rassistischen Vorfällen in Fußballstadien. Man müsse "Fans, die neben dir Affenlaute machen, zur Rede stellen – und ja, auch mal ein Spiel komplett abbrechen, wenn Rufe von der Tribüne kommen", schreibt der 31-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de .

Beim Pokal-Achtelfinalspiel bei Schalke 04 am Dienstag war Jordan Torunarigha von Hertha BSC von Fans auf den Rängen rassistisch beleidigt worden. Der Ex-Schalker Höwedes sieht eine besondere Verantwortung beim Sport: "Nur so kann der Fußball seine Kraft nutzen, um in der Gesellschaft etwas zu bewegen. Wenn wir das nicht tun, verlieren wir." 

Den Wahl-Eklat in Thüringen sieht Höwedes mit großer Sorge: "Was für ein Zeichen schickt Deutschland in die Welt, nach Frankreich, nach Italien, in die Niederlande, wenn eine Landesregierung mithilfe von Rechtspopulisten ins Amt kommt?" Die Symbolwirkung sei verheerend: "Wie erklären wir den Fans des FC Carl Zeiss Jena, die entschieden gegen Nazis in den eigenen Reihen und antisemitische Schmierereien vorgehen, dass die Entscheider in ihrem Land Leuten wie Björn Höcke etwas schuldig sind?"

Höwedes, der bei Lokomotive Moskau spielt, fürchtet weitere Folgen: "Bisher waren wir immer schnell dabei, mit dem Finger auf Länder zu zeigen, wenn Rechtspopulisten dort in die höchsten Ämter gewählt wurden. Doch auch an unserem eigenen demokratischen Selbstverständnis beginnt nicht erst seit wenigen Tagen etwas zu bröckeln."

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