Die Bundesliga ist aufgrund der Corona-Pandemie ausgsetzt. Auch der FC Schalke 04 bleibt zuhause und sendet damit ein Signal an alle Anhänger und Mitglieder der Königsblauen.
Aufgrund der aktuellen Krisensituation sowie der ernüchternden Jahresbilanz 2019 berät sich die Schalker Chefetage derzeit über etwaige Sparmaßnahmen. Vor allem vier Bereiche werden hierbei ins Auge gefasst.
Während die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus hierzulande verschärft wurden, gibt Ex-Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes einen Einblick in die Gemengelage in Russland.
Der FC Schalke 04 am Donnerstag: Hier findet Ihr heute alle News und Gerüchte zu S04.
FC Schalke 04 - Coronakrise: Diese Sparmaßnahmen kommen infrage
Die Klubführung des FC Schalke 04 berät derzeit über etwaige Maßnahmen, die nötig sind, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise einzudämmen. Laut Bild -Informationen kämen diesbezüglich hauptsächlich vier Bereiche infrage.
Demnach könnten zunächst sämtliche Transferpläne vorerst auf Eis gelegt werden. Welche anvisierten Zugänge Sportvorstand Jochen Schneider letztlich realisieren kann, hängt zudem maßgeblich davon ab, ob sich die Königsblauen für die Europa League qualifizieren.
Darüber hinaus wird momentan ein Gehaltsverzicht der S04-Profis thematisiert. Ähnlich wie bei Borussia Mönchengladbach, deren Spieler auf Teile ihres Gehaltes verzichten werden , sind auch auf Schalke Lohnabstriche denkbar.
Gleichermaßen wird zu regeln sein, wie der Klub mit den rund 600 festangestellten Mitarbeitern umgeht - Kurzarbeit wäre hierbei eine etwaige Maßnahme.
Indes scheint auch eine Einsparung bei der geplanten Neugestaltung des Klubgeländes "Berger Feld II", die insgesamt rund 80 Millionen Euro kosten soll, möglich. Dazu könnten einzelne Bauabschnitte vorerst verschoben werden.
Getty ImagesEx-Schalke-Verteidiger Benedikt Höwedes kritisiert Russlands Umgang mit der Coronakrise
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Benedikt Höwedes hat den Umgang seiner sportlichen Heimat Russland mit der Coronakrise kritisiert. Zwar ruht auch in der Premjer-Liga seit Dienstag und bis 10. April der Ball, doch zufrieden ist Höwedes längst nicht. "Der Trainingsbetrieb geht vorerst weiter. Wahnsinn", schrieb er in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de .
Der 32-Jährige steht bei Lokomotive Moskau unter Vertrag und musste noch am vergangenen Sonntag in Rostow vor Zuschauern spielen. "Das Stadion war ausverkauft", berichtete Höwedes. In den Städten sei "alles wie immer. Die Cafes sind voll. Die Metros sind voll. Und die Straßen sowieso. Nur langsam kommt auch hier das Virus näher. Offiziell."
Getty ImagesFC Schalke 04: Berateragentur von Alexander Nübel verzichtet auf Teile der Provisionen
Angesichts der Coronakrise und der wachsenden wirtschaftlichen Probleme auch der Klubs in der 3. Liga verzichtet die Beratungsagentur Siebert und Backs auf die Hälfte ihrer Provisionen bei den Drittligisten Hansa Rostock und 1860 München. Die Agentur des Bundesliga-Torwarts Alexander Nübel (noch Schalke 04, ab Sommer Bayern München) betreut die Trainer Michael Köllner (1860 München) und Jens Härtel (Hansa Rostock).
"Wir werden in 2020 auf 50 Prozent unserer Provision verzichten, um diese Vereine finanziell zu entlasten und ausdrücklich um andere Agenturen (die es können) zu motivieren, auch ihrerseits ihren Teil zur Bewältigung der Krise der 3. Liga beizutragen", betonte Beratungsgeschäftsführer Stefan Backs in einem Schreiben, das dem SID vorliegt. Laut des ehemaligen Journalisten werde die 3. Liga mutmaßlich am härtesten betroffen sein, da sie "ohnehin am meisten zu kämpfen hat". Backs ist überzeugt, dass die Corona-Pandemie "unsere Wirtschaft hart treffen wird und unser Leben nachhaltig verändern".
Backs glaubt allerdings, dass das Vorgehen seiner Agentur nicht nur positiv beurteilt werden könnte: "Schon jetzt weiß ich, dass deutsche Berufsnörgler unsere Aktion kritisieren werden. Oder anmerken, dass wir nach dem diskutierten Wechsel von Alex Nübel zu Bayern München nun gute PR brauchen."
Getty ImagesFC Schalke 04 macht Minus von 26 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019
Ohne Europapokal-Einnahmen hat Bundesligist Schalke 04 im Geschäftsjahr 2019 ein Minus von 26,1 Millionen Euro verbucht , dennoch erzielten die Königsblauen mit 275 Millionen Euro den zweithöchsten Umsatz in der Vereinsgeschichte. Im Vorjahr hatten sie 350 Millionen umgesetzt und einen Überschuss von 40,5 Millionen Euro erwirtschaftet.
"Das war ein geplanter Verlust, weil wir das internationale Geschäft verpasst, aber trotzdem in die Mannschaft investiert haben", sagte Finanzvorstand Peter Peters bei der Vorstellung des Geschäftsberichts am Dienstag: "Der Verein hat Investitionsbedarf in Beine und Steine."
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