Erfolgserlebnis für den FC Schalke 04: Im DFB-Pokal schlugen die Königsblauen den Regionalligisten Schweinfurt mit 4:1 und stehen damit in der zweiten Runde. Es war der erste Sieg unter dem neuen Trainer Manuel Baum.
Dabei war Baum für einige S04-Verantwortliche wohl nicht die erste Wahl. Salzburgs Coach Jesse Marsch soll die bevorzugte Option einiger Bosse gewesen sein.
Außerdem: Baum zeigte sich nach dem Sieg im DFB-Pokal erleichtert und Klublegende Gerald Asamoah blickte auf die besten Mit- und Gegenspieler seiner Laufbahn zurück
Schalke 04 am Mittwoch: In diesem Artikel erfahrt Ihr heute sämtliche News und Gerüchte rund um S04.
FC Schalke 04: Aufsichtsrat wollte wohl Salzburg-Trainer Jesse Marsch
Nach der Entlassung von David Wagner war beim FC Schalke 04 wohl auch Trainer Jesse Marsch von Red Bull Salzburg ein Thema. Das berichtet die Sport Bild.
Demnach war Marsch bei mehreren Aufsichtsratmitgliedern die erste Wahl. Sportvorstand Jochen Schneider soll daraufhin in Salzburg angefragt haben, doch allein die vermeintliche Gehaltsvorstellung des 46-Jährigen soll eine Anstellung bei S04 unmöglich gemacht haben. 1,5 Millionen Euro seien von der Marsch-Seite aufgerufen worden.
Schalke holte stattdessen Manuel Baum als neuen Chefanweiser, der am Dienstag im DFB-Pokal gegen Schweinfurt den ersten Sieg im fünften Spiel feiern konnte.
Getty ImagesBild: Getty ImagesSchalke 04 quält sich zum Sieg gegen Schweinfurt: "Wir müssen was draufpacken"
Für Freude nahm sich Manuel Baum keine Sekunde Zeit. Nach dem erquälten ersten Sieg seit 273 Tagen lief der Trainer von Schalke 04 auf den Platz, um mit seinen Spielern angeregt Laufwege zu diskutieren. Die Vorbereitung auf das eminent wichtige Liga-"Endspiel" beim FSV Mainz 05 begann sofort.
Es war nicht schön, es war lange keineswegs überzeugend. Der Gegner war auch nur ein Viertligist. Aber immerhin hat der Krisenklub Schalke gegen das leidenschaftlich kämpfende Schweinfurt 05 zum Abschluss der ersten DFB-Pokal-Runde 4:1 (2:1) gewonnen. "Endlich mal, und endlich mal Tore von uns", sagte Baum erleichtert.
Ein Mutmacher war dies allerdings spielerisch nicht. "Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", betonte der Doppeltorschütze Alessandro Schöpf am Sky-Mikrofon. "Aber gegen Mainz müssen wir was draufpacken und eine wesentlich bessere Leistung zeigen."
Denn gegen den krassen Außenseiter Schweinfurt knüpften die Königsblauen eine Stunde nahtlos an die trostlosen Auftritte ihrer Sieglos-Serie in der Bundesliga an. "Wir haben nicht die breiteste Brust", sagte Baum, Stürmer Steven Skrzybski pflichtete ihm bei: "Wir haben nicht gerade vor Selbstvertrauen gestrotzt. Aber wir haben uns reingefightet und uns endlich belohnt."
Vedad Ibisevic (39.), Schöpf (44./81.) und Benito Raman (86.) schossen den Tabellenvorletzten zum ersten Pflichtspielsieg seit dem 4. Februar (3:2 n.V. im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC). Fährmann parierte den Foulelfmeter von Amar Suljic (70.). Am Samstag unternimmt das Team beim Schlusslicht Mainz den nächsten Versuch, die schwarze Serie in der Liga nach 22 Partien zu beenden. Martin Thomann hatte den Viertligisten in Führung gebracht (37.).
Getty ImagesBild: Getty ImagesErst gut zwei Stunden vor dem Anpfiff hatte es nach einem Coronafall im Schalker Team grünes Licht vom Gelsenkirchener Gesundheitsamt gegeben. Das Spiel hätte eigentlich am 13. September stattfinden sollen. Doch der Einspruch des Drittliga-Aufsteigers Türkgücü München löste ein monatelanges juristisches Gezerre aus, das erst vor einer Woche vor dem Schiedsgericht beendet wurde.
Fährmann hatte Glück, dass Kristian Böhnlein sein zögerliches Herauslaufen nicht mit der frühen Führung des Außenseiters bestrafte (3.). Erschreckend aus Schalker Sicht: Es war kein Einzelfall, der Viertligist war zunächst die aktivere und zielstrebigere Mannschaft.
Es dauerte bis zur 26. Minute, bis Ibisevic zur ersten Schalker Torchance kam. Dass die "Schnüdel" in Führung gingen, war weder überraschend noch unverdient. Den Ausgleich hatten die Königsblauen einem Abwehrfehler des Regionalligisten zu verdanken. Nach einem Lattenschuss von Skrzybski staubte Schöpf dann zum 2:1 ab.
Erst in der zweiten Hälfte war ein Klassenunterschied zu erkennen. Schweinfurt bemühte sich und bekam nach einem Foul des eingewechselten Salif Sane vom Elfmeterpunkt die Chance zum Ausgleich, nach Suljics Fehlschuss war der Widerstand aber gebrochen. (Quelle: SID)
Schalke 04 - Gerald Asamoah im 'kicker meets DAZN'-Podcast: "Habe es gehasst, gegen ihn zu spielen"
Der frühere Nationalspieler Gerald Asamoah hat im 'kicker meets DAZN'-Podcast auf seine aktive Karriere zurückgeblickt und sich dabei an prägende Mit- und Gegenspieler erinnert.
"Der krasseste Fußballer, mit dem ich je zusammengespielt habe, war Lincoln zu Schalker Zeiten. Ein überragender Spieler! Der hat wirklich zu wenig aus seinem Talent gemacht", sagte Asamoah. Gefragt nach dem besten Stürmer, mit dem er spielen durfte, nannte Asamoah "Ebbe Sand, sowas hatte ich noch nie gesehen. Der war so eiskalt vor dem Tor."
Gegen wen Schalke-Legende Asamoah richtig ungern antrat, erfahrt Ihr hier.
Nach Beleidigungen gegen Moukoko: Geldstrafe und Auflagen für Schalke 04
Nach massiven Zuschauer-Beleidigungen gegen Borussia Dortmunds Supertalent Youssoufa Moukoko im U19-Revierderby am 18. Oktober (2:3) hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Schalke 04 zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Klub kann davon einen Betrag von bis zu 2000 Euro für konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung verwenden, was dem DFB bis zum 30. Juni 2021 nachzuweisen wäre.
Die Königsblauen müssen zudem die Zahl der Ordner bei Spielen der A-Junioren-Bundesliga auf mindestens 20 erhöhen und ein Konzept erarbeiten, das "effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet".
"Wir als DFB treten jeder Form von Diskriminierung und Rassismus im Fußballbereich klar entgegen", sagte Einzelrichter Torsten Becker. "Die menschenverachtenden Beleidigungen und Gewaltandrohungen gegen Moukoko hatten eine solche Motivation, was wir nicht dulden können und werden. Daher war hier eine entsprechende Sanktion auszusprechen."
Strafmildernd wurde einbezogen, dass die Schalker umgehend um Entschuldigung gebeten und die Aufklärung eingeleitet hatten. Moukoko (15) hatte beim BVB-Sieg alle drei Tore erzielt. Er wurde daraufhin mit Todeswünschen und Drohungen überzogen.
imago images / Team 2Bild: imago images / Team 2Schalke 04: Die nächsten Pflichtspiele von Königsblau
| Datum | Gegner | Wettbewerb |
| 7.11. | Mainz 05 (A) | Bundesliga |
| 21.11. | VfL Wolfsburg (H) | Bundesliga |


