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Real Madrids beste Elf aller Zeiten

Madrid. Der „Clasico“ wirft seine Schatten voraus. Real Madrid gegen den FC Barcelona, mehr Rivalität geht nicht. Zahlreiche Stars haben die Fehde zwischen beiden Klubs als Aktive miterlebt und mitgeprägt. In beiden Klubs war die Creme de la Creme des Weltfußballs aktiv und zur Einstimmung auf das große Duell am Samstag haben wir für Euch die beste Elf der Madrilenen zusammengestellt.

TOR

Iker Casillas (1999-heute)


Mit seinen 29 Lenzen ist Iker Casillas im Prinzip noch ein junger Hüpfer für einen Keeper. Doch dank seiner Leistungen im vergangenen Jahrzehnt hat es der dreifache Welttorhüter in unsere Auswahl geschafft. „San Iker“, der aus dem Madrider Vorort Mostoles stammt, kam im Alter von acht Jahren zu Real, er schaffte den Sprung aus der eigenen Jugend zu den Profis und war als 20-Jähriger der Sieggarant im Champions-League-Endspiel gegen Bayer Leverkusen. Casillas gilt als einer der besten der Schlussmänner seiner Zeit. Er verfügt über enorm starke Reflexe und ist im Eins-gegen-Eins bärenstark. Längst ist er Reals Kapitän und auch Spielführer der spanischen Nationalelf. Mit ihr gewann er Welt- und Europameistertitel.

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ABWEHR

Fernando Hierro (1989-2003)


Hierro war ein Phänomen. Zu seiner Zeit gab es in Europa keinen torgefährlicheren Defensivspieler auf der Welt. Über 100 Tore erzielte er in 439 Ligapartien für Real. Seine Standards waren brandgefährlich, in der Saison 1990/91 schaffte er es sogar auf Platz zwei der spanischen Torschützenliste. Der 1,88 Meter große Hierro spielte sowohl Innenverteidiger, als auch Libero. Er galt als der geborene Führungsspieler. Mit den „Blancos“ gewann er unter anderem fünf Meisterschaften und drei Mal die Königsklasse. Nachdem er seine Laufbahn in den Vereinigten Arabischen Emiraten und bei den Bolton Wanderers in der Premier League ausklingen ließ, heuerte er 2007 als Sportdirektor beim spanischen Verband an.

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Manuel Sanchis (1983-2001)

„Manolo“ war ein Mitglied der „Quinta del Buitre“ (fünf Jugendspieler, die in den 1980ern den Sprung in Reals erste Mannschaft schafften, darunter auch Emilio Butragueno und Michel). Er spielte während seiner gesamten Laufbahn ausschließlich für Real und führte den Verein als eleganter, doch kompromissloser Abwehrchef zu mehr als 15 Titeln. Bemerkenswerterweise wurde er in der Saison 1989/90 als Defensivspieler zu Spaniens Fußballer des Jahres gekürt. Sanchis war 13 Jahre lang Kapitän seines Vereins und bestritt nach Raul die meisten Pflichtspiele (710).

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Jose Antonio Camacho (1973-1989)

Im Alter von 18 Jahren kam Camacho in die Hauptstadt, wo er 15 Jahre lang die linke, defensive Außenbahn beackerte. Er bildete mit Rafael Gordillo eines der besten Flügelduos in Europa. Camacho holte unter anderem neun Meistertitel und spielte 81 Mal für die „Seleccion“. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn schlug Camacho eine Trainerkarriere ein und war auch zweimal (kurz) für Real tätig. Diese Engagements waren allerdings nicht von großem Erfolg geprägt.

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MITTELFELD

Francisco Gento (1953-1971)


Francisco, genannt „Paco“, Gento revolutionierte die Position des linken Flügelspielers. Er startete seine Karriere bei Racing Santander und fiel dort den Talentscouts der Madrilenen auf. Nach nur einem Jahr wechselte der „kantabrische Sturmwind“ zu Real und prägte dort eine Ära. Er gewann unter anderem sechs Mal den Europapokal der Landesmeister. Gento war nicht nur enorm schnell, er verfügt auch über einen ungemein harten und präzisen Schluss. Nicht zuletzt deshalb erzielte er in 428 Ligaspielen 126 Tore. Er arbeitete nach seinem Karriereende in der Jugendabteilung Reals weiter.

Pirri (1964-1980)

Pirri, der als Jose Martinez Sanchez in Ceuta geboren wurde, war fester Bestandteil der „Ye-Ye“-Elf, die Spaniens Fußball in den 1960er Jahren dominierte. Der vielseitige Defensivspieler kam im Alter von 19 Jahren zu Real. Seine Generation löste die großen Puskas, di Stefano und Co ab. Pirri war bekannt für seinen enormen Siegeswillen. In Madrid wird noch heute gerne die Geschichte erzählt, wie er das Finale des Europapokals der Pokalsieger 1971 mit gebrochenem Schlüsselbein spielte und 1975 im Endspiel des spanischen Pokals mit einem lädierten Unterkiefer auflief. Nach erfolgreich abgeschlossenem Medizinstudium arbeitete er als Mannschaftsarzt für Real und von 1996 bis 2000 war er der sportliche Leiter des Klubs.

Zinedine Zidane (2001-2006)

Als Zinedine Zidane 2001 von Juventus Turin zu Real Madrid wechselte, war er mit einer Ablöse in Höhe von 73,5 Millionen Euro der teuerste Fußballer überhaupt. Für seinen neuen Arbeitgeber lohnte sich die horrende Investition, denn „Zizou“ war der Dirigent im Orchester der „Galaktischen“. Seine Eleganz versetzte die Fans im Bernabeu in Ekstase, dazu kamen entscheidende Treffer, wie jener im Champions-League-Finale 2002 gegen Leverkusen. In seiner Zeit bei Real wurde der Weltmeister von 1998 zwei Mal zum Weltfußballer des Jahres gekürt.

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Michel (1982-1996)

20 Jahre seiner erfolgreichen Karriere verbrachte das Eigengewächs beim Rekordsieger des Landesmeisterwettbewerbs. Michel war einer der besten Rechtsaußen seiner Zeit, ein gleichermaßen starker Vorbereiter und Vollstrecker. Seine Trikotnummer acht wurde in Madrid zu einem Markenzeichen, ehe er 1996 nach einer schweren Knieverletzung seinen Stammplatz verlor und seine Karriere nach einem kurzen Engagement in Mexiko beendete. Heute trainiert er den Erstligisten FC Getafe.

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ANGRIFF

Ferenc Puskas (1958-1966)

Bis heute hat Ungarn keinen besseren Fußballer hervorgebracht als Ferenc Puskas. Der „Major“ war Anführer und Torjäger der „goldenen Elf“, die 1952 Olympia-Gold gewann und zwei Jahre später Vize-Weltmeister wurde. 1958 wechselte er von Budapesti Honved zu Real Madrid und erzielte dort Treffer am Fließband. Puskas wurde insgesamt vier Mal spanischer Torschützenkönig und in 179 Spielen war er 155 Mal erfolgreich. Die IFFHS, ein internationaler Verein von Fußballstatistikern, ehrte ihn als besten Torjäger des 20. Jahrhunderts. Während seiner Laufbahn erzielte er insgesamt 509 Treffer in 523 Begegnungen.

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Alfredo di Stefano (1953-1964)

Reals heutiger Ehrenpräsident war maßgeblich daran beteiligt, dass sein Verein fünf Mal in Serie den Europapokal der Landesmeister gewann (1956-1960). Di Stefanos Wechsel zu Real war eine echte Transfersaga, schließlich sollte der Vollblutstürmer eigentlich beim Erzrivalen FC Barcelona anheuern. Nach jeder Menge Politik machte doch Real das Rennen und dort wurde di Stefano zwei Mal zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Der gebürtige Argentinier belegte bei der FIFA-Wahl zum Spieler des Jahrhunderts hinter Pele, Franz Beckenbauer und Johan Cruyff den vierten Platz.

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Raul (1994-2010)

Rekordspieler Reals, Rekordtorschütze Reals: Nahezu jeder Superlativ wurde bereits auf Raul Gonzalez Blanco, kurz Raul, verwandt. 1992 kam er aus der Jugendabteilung des Lokalrivalen Atletico zu Real, wo er eine beispiellose Karriere hinlegte. Höhepunkte waren dabei sicher die drei Triumphe in der Champions League. Raul war der Inbegriff eines kompletten Stürmers: Kaltschnäuzigkeit, Technik, Dribbelstärke und Durchsetzungsvermögen sind die Attribute, die er auf sich vereinte. 2010 endete seine Zeit bei Real und er wechselte zum FC Schalke, wo er an seine starken Leistungen anknüpft.

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Formation:

Casillas

Hierro-Sanchis-Camacho

Michel-Pirri-Gento

Zidane

Puskas-di Stefano-Raul

Ersatzbank: Roberto Carlos, Raymond Kopa, Günther Netzer, Uli Stielike, Luis Figo, Santillana, Hugo Sanchez, Ronaldo, Emilio Butragueno.

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