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Auf den kleinen Hänger vor der Länderspielpause gaben die Leipziger mit dem 4:0 am Wochenende über Darmstadt die richtige Antwort und tankten damit nochmal frisches Selbstvertrauen. Sportchef Ralf Rangnick formulierte das Ziel für den Rest der Saison anschließend denn auch so: "Ich gehe schon davon aus, dass wir nicht mehr schlechter werden als Vierter oder Fünfter. Klar wollen wir jetzt am Ende Champions League spielen. Die Chance dazu ist da. Wer spielt nicht lieber Champions League als Europa League?"
Je eher im Konzert der Großen, desto besser
Vor dem Spiel bei den schwächelnden 05ern am Mittwochabend (20 Uhr im LIVE-TICKER) beträgt der Abstand zu Rang fünf bereits zehn Zähler und mit einem Erfolg in Mainz kann der Vorsprung auf Rang vier wieder auf fünf Punkte ausgebaut werden. Es gibt Bedenkenträger, die in Fällen wie diesen davor warnen, zu schnell zu viel zu wollen. Die meinen, ein Klub sollte nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen und sich erst in der Bundesliga etablieren, um nicht in der kommenden Saison vom Tanz auf drei Hochzeiten in die Knie gezwungen zu werden.
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Das Gegenteil ist bei RB der Fall. Je schneller sich der Aufsteiger mit den besten Klubs des Kontinents misst, desto besser. Man darf nicht vergessen, dass Leipzig keine sportliche Eintagsfliege sein wird, sondern ein Klub ist, der aufgebaut wurde, um dauerhaft in die Elite vorzustoßen. Die Voraussetzungen sind hier ungleich anders als bei einem Verein wie zum Beispiel dem FC Augsburg, der sich sensationell für die Europa League qualifiziert.
RB hat eine junge Mannschaft, die körperlich sicherlich in der Lage ist, die Mehrbelastung wegzustecken. Zudem sind die Stars der Mannschaft gewiss keine No-Names, sondern Nationalspieler, die bereits über einiges an Erfahrung verfügen. Emil Forsberg, Naby Keita, Timo Werner, Peter Gulacsi oder Yussuf Poulsen – sie alle haben sich bereits auf größerer Bühne und in wichtigen Partien bewiesen.
Mit Ralph Hasenhüttl steht bei den Sachsen eines der größten Trainertalente Europas an der Seitenlinie und der Kader wird im Sommer gewiss verstärkt und (noch) breiter aufgestellt.
Ein "zu früh" gibt es nicht
Die Erfahrung, im Samstag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus zu bestehen, muss RB noch sammeln. Aber das wäre in einem, zwei oder drei Jahren nicht anders. Warum also damit warten? Was wäre dann anders?
Ein "zu früh" gibt es in diesem Fall nicht. Im Gegenteil: RB wird gewiss auf Dauer ein steter Champions-League-Aspirant sein. Aber man sollte auch berücksichtigen, dass es kaum einmal so "leicht" war, sich für das Konzert der ganz Großen zu qualifizieren. Etablierte Kandidaten wie Schalke 04, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach absolvieren bemerkenswert schwache Spielzeiten und spielen als Konkurrenten keine Rolle. Außerdem leidet Borussia Dortmund an Konstanzproblemen und rangiert ebenfalls hinter Leipzig.
Die Chancen, es in die Königsklasse zu schaffen sind daher groß wie selten und sie sollte man am Schopfe packen. Die Feste muss man schließlich feiern, wie sie fallen!


