HINTERGRUND
Besser hätte der Einstand für Radamel Falcao nicht laufen können. Gleich in seinem ersten Einsatz für Rayo Vallecano erzielte der Kolumbianer das Tor zum 3:0-Endstand gegen den FC Getafe, drei Tage später wurde es noch eine Stufe emotionaler. Im Ligaspiel bei Athletic Bilbao traf der 35-Jährige in der Nachspielzeit zum Sieg für seinen neuen Klub. Sein Blick richtete sich beim Jubel dann auch direkt gen Himmel.
Vor zwei Jahren verstarb Falcaos Vater Radamel Garcia im Alter von 61 Jahren. Und wie Falcao nun erklärte, war das Gedenken an seinen Vater der Grund dafür, warum er sich bei Rayo für die für einen Stürmer ungewöhnliche Rückennummer "3" entschied.
"Sie hatte eine große Bedeutung für meinen Vater", erklärte Falcao. "Er hat mir die Leidenschaft für den Sport vermittelt. Er hat mit dieser Nummer gespielt und es war seine Lieblingsnummer. Was gibt es also Besseres, als mit der Nummer 3 zu spielen?", sagte er weiter.
Getty ImagesFalcao sicher: Rayo kann mehr als nur den Klassenerhalt schaffen
Nach zwei Jahren bei Galatasaray Istanbul kehrte Falcao Anfang September nach Spanien zurück und schloss sich Aufsteiger Rayo Vallecano an. Für den kleinen Klub war die Verpflichtung des ehemaligen Weltklassestürmers ein Coup. "Ich kenne die Ziele des Klubs ganz genau. Wir sind vorbereitet", sagte er und zeigte sich zudem angetan von der Qualität seiner Mitspieler.
"Ich bin wirklich überrascht von der Qualität des Kaders. Hier gibt es fantastische Spieler. Sie alle wollen gewinnen. Wenn die Dinge erst einmal ins Laufen kommen, dann können wir von ein bisschen mehr träumen, als nur in der Liga zu bleiben", blickte er voraus. Nach gutem Saisonstart ist Rayo mit zehn Punkten aus sechs Spielen derzeit Tabellensechster.
In seiner Hochzeit schoss Falcao 2011 erst den FC Porto und ein Jahr später Atletico Madrid zum Europa-League-Titel. In beiden Jahren wurde er zudem Torschützenkönig im zweithöchsten europäischen Wettbewerb. Auch in den vergangenen Jahren in Istanbul traf er bei seinen Einsätzen regelmäßig, wurde aber immer wieder von Verletzungen heimgesucht.
Nach seinem Wechsel zurück nach Spanien sorgte die Wahl seiner Rückennummer für Irritationen. Puristen rollten die Augen: Wie kann ein Stürmer die Nummer "3" tragen? Bei Twitter herrschte über die Nummer bald mehr Verwunderung als über den Wechsel an sich. Rayo selbst dürfte es herzlich egal sein, welche Nummer ihre neue Hauptattraktion trägt. Hauptsache, Falcao schießt Tore - vielleicht ja auch mit himmlischer Unterstützung.


