Viele sehen in Neymar den kommenden Kapitän Brasiliens, für den früheren Bayern-Angreifer Paulo Sergio ist der Superstar von Paris Saint-Germain aber noch nicht so weit, wie er im exklusiven Goal-Interview bekennt: "Neymar ist, denke ich, kein Kapitän. Er muss nur an Fußball denken. Wir haben schon erlebt, dass er als Kapitän ein paar Schwierigkeiten bekommt."
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Das bedeutet aber nicht, dass der Ausnahmekönner kein zentraler Spieler der Selecao ist: "Neymar ist für uns ein sehr wichtiger Spieler, weil er nach vorne überragend ist. Ihm gehört die Zukunft, Neymar ist noch sehr jung, die Möglichkeit, ein Weltklasse-Spieler zu werden, ist sehr groß. Aber wir müssen noch abwarten."
Sergios WM-Favoriten: Deutschland, Brasilien, Frankreich und Belgien
Auch wegen dem Mann von Paris Saint-Germain gehört sein Heimatland für den Ex-Stürmer zu den Favoriten auf den WM-Titel: "Brasilien, Deutschland, Frankreich und ich denke Belgien hat auch viele gute Spieler. Ich glaube diese vier sind die, die Möglichkeiten haben, Weltmeister zu werden." Spanien gehöre für ihn allerdings nicht dazu, fährt er durchaus überraschend fort.
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Ein weiterer Grund für den Aufschwung nach dem 1:7 im Halbfinale der WM 2014 gegen Deutschland ist laut Sergio der Trainer: "In den letzten vier Jahren haben wir auch viel gut gemacht. Wir haben uns locker qualifiziert, Tite hat eine super Arbeit gemacht."
Der Coach hat eine schlagkräftiges Team aufgebaut, in dem vor allem die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt. Vor allem vorne hat Tite mit Neymar, Coutinho, Firmino und Gabriel Jesus Spieler von internationaler Klasse im Kader.
Gabriel Jesus noch nicht so gut wie Ronaldo
Auf die Frage, ob einer dieser Shootingstars, nämlich Gabriel Jesus von Manchester City, bereits so gut wie Ronaldo einst sei, antwortete der 48-jährige Sergio: "Gabriel Jesus so gut wie Ronaldo: Nein, ich glaube, Gabriel ist noch nicht so weit, er ist ein junger Spieler."
"Aber für uns Brasilianer ist der wichtige Punkt Neymar. Wenn Neymar gut drauf ist, kann er die Jungs auch pushen, eine gute WM zu spielen", schließt er. Am Dienstag steht nun erstmal der Test gegen Deutschland an (20.45 im LIVE-TICKER), bei dem Neymar verletzt fehlen wird.
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Paulo Sergio selber bestritt einst zwölf Länderspiele für Brasilien. Zwischen 1993 und 2002 absolvierte er insgesamt 198 Bundesligaspiele für Bayer Leverkusen und den FC Bayern München.
