Rund um den französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain sorgen Gerüchte um die Zukunft von Superstar Neymar für Aufruhr. Einem Bericht der großen Tageszeitung L'Equipe zufolge würde PSG den Brasilianer bei einem entsprechendem Angebot in diesem Sommer ziehen lassen, Neymar selbst soll dieses Vorhaben begrüßen, da er unzufrieden mit seiner Situation in Paris ist. Allerdings vermeldet RMC zeitgleich, dass der neue PSG-Sportdirektor Leonardo sein Veto einlege und seinen brasilianischen Landsmann unbedingt halten wolle.
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L’Equipe berichtet derweil, dass zwei entscheidende Faktoren für einen Abschied Neymars aus dem Parc des Princes sprechen: Der Flügelflitzer wolle den Klub nach zwei Jahren ohnehin verlassen, zudem sei man in Paris mit seinen Leistungen unzufrieden. Vor allem in für den Klub richtungsweisenden Spielen habe er sich formschwach präsentiert.
Neymar: Vergewaltigungsvorwürfe halten an
Dem sportlichen Aspekt kommen noch private Probleme hinzu, die immer wieder auf den 27-Jährigen abstrahlen: Neymar muss sich seit mehreren Wochen mit dem Vorwurf der Vergewaltigung auseinandersetzen, was alles andere als Ruhe in die Thematik bringt.
In der Champions-League-Saison 2018/19 scheiterte PSG an Manchester United (2:0, 1:3), wobei Neymar aufgrund seiner Fußverletzung gar nicht erst mitwirken konnte.
(C)Getty ImagesWegen Neymar? PSG-Boss schimpft über Einstellung der Stars
Insgesamt brachte es der Ex-Barca-Star in der abgelaufenen Spielzeit auf 23 Tore und 13 Assists in 28 Pflichtspielen. Diese gelangen ihm jedoch vermehrt in der Hinserie, in der er noch in Höchstform auflief.
Erst am Sonntag regte sich PSG-Präsident Nasser al-Khelaifi über das Verhalten einiger Stars des französischen Top-Klubs auf. "Sie sind nicht hier, um Spaß zu haben. Wenn sie damit nicht einverstanden sind, können sie gehen. Ciao!", hieß es in seinem Gespräch mit France Football. Die Veränderungen, die der 45-Jährige in Paris fordert, könnten also auch einen Abgang Neymars mit sich bringen.
Leonardo soll das laut RMC allerdings keinesfalls wollen und pocht auf Neymars noch bis 2022 datierten Vertrag in der französischen Hauptstadt. Leonardo wurde vor wenigen Tagen als Nachfolger von Antero Henrique präsentiert, der 49-Jährige war bereits von 2011 bis 2013 als Sportlicher Leiter bei PSG tätig. Zudem lief er in der Saison 1996/97 auch als Spieler für die Pariser auf.



