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Neven Subotic exklusiv: "Als Rad in einem Ganzen verstehen"

08:30 MESZ 09.05.17
Neven Subotic 1. FC Köln Borussia Dortmund
Neven Subotic spricht bei Goal exklusiv über seine Perspektive und erklärt, worauf er bei seinem zukünftiger Verein Wert legt.

Es waren Szenen einer echten Freundschaft. Szenen, die es im Profifußball nur noch selten gibt. Als vor zehn Tagen die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln im Dortmunder Signal-Iduna-Park abgepfiffen wurde, begann die große Zeit von Neven Subotic. Die Dortmunder Fans besangen ihren Helden, der für die Rückrunde vom BVB an die Domstädter ausgeliehen ist. Dieser ließ sich feiern, von seinen ehemaligen Mitspielern beklatschen, drehte gar eine Ehrenrunde.

Subotic: Die emotionale Rückkehr nach Dortmund

Es sah fast etwas nach Abschied aus, was an diesem Aprilnachmittag vonstatten ging. Ein Abschied Subotics vom BVB. Doch der Innenverteidiger will die emotionalen Minuten so nicht interpretiert wissen. "Es ging letzte Woche in Dortmund nicht um einen Abschied. Es war eine spontane Wertschätzung der BVB-Fans für meinen Einsatz der letzten achteinhalb Jahre. Und mein Dank an die gute und schöne Zeit, die wie gemeinsam hatten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger", sagte er exklusiv gegenüber Goal.

Eine "coole Gemeinschaft" beim 1. FC Köln

Aber was bringt die Zukunft für den 28-Jährigen? In zwei Wochen geht die Bundesligasaison zu Ende, die Leihe zum 1. FC Köln läuft Ende Juni aus. Ab dann steht er offiziell wieder bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Allerdings könnte sich Subotic einen Verbleib in Köln gut vorstellen. "Wie bereits mehrfach betont, gefällt es mir in Köln sehr gut. Die Stadt ist toll, die Spieler eine coole Gemeinschaft, der 1. FC Köln mit all seinen Beschäftigten ein sehr freundlicher Verein", schwärmte er.


Emotionale Rückkehr: Neven Subotic bedankt sich bei den Dortmunder Fans - ehemalige Mitspieler applaudieren ihm.

Eine Entscheidung über seine Zukunft ist allerdings noch nicht gefallen. "Wir werden nach der Saison sehen, ob wir dieses sehr wertschätzende Verhältnis fortführen oder nicht", sagte Subotic. Aber auch England und speziell die Premier League gilt immer wieder als Option für Subotic. Im vergangenen Sommer wäre er fast beim FC Middlesbrough gelandet. Ein Wechsel scheiterte aber an einem nicht bestandenen Medizincheck.

Wichtig ist für Subotic vor allem, dass er in einem Verein angesehen ist. "Ich habe immer gesagt, dass mir ein Verein, in dem man mich braucht und wertschätzt, wichtig ist. Ich möchte mich als Rad in einem Ganzen verstehen, persönlich und sportlich weiterentwickeln. Ob das in der Bundesliga oder in der Premier League ist, werden wir sehen", sagte er gegenüber Goal.

"Konzentration gilt Erreichen der sportlichen Ziele"

In der Vergangenheit hieß es immer wieder, dass Subotic gerne in der Nähe von Dortmund bleiben möchte, weil er dort auch seine Neven-Subotic-Stiftung aufgebaut hat, mit der er sich für sauberes Wasser in Afrika einsetzt. Mit diesem Gerücht räumte der serbische Nationalspieler nun auf. "Ich bin aktuell in Köln und selten in Dortmund. Mein Schreibtisch ist da, wo ich Strom für mein Notebook und ein Netz für mein Mobiltelefon habe. Die Entfernung spielt dabei keine Rolle", sagte er.

Keine Rolle spielt für Subotic aktuell aber auch seine Zukunftsplanung. In den kommenden zwei Wochen will er sich voll und ganz auf den "Effzeh" konzentrieren. "Es sind noch zwei sehr wichtige Spiele in der Bundesliga zu bestehen. Meine ganze Konzentration gilt ausschließlich dem Erreichen der sportlichen Ziele des 1. FC Köln. Weitere Gedanken mache ich mir nach dem letzten Spiel", sagte der Innenverteidiger. Und das große Ziel der Kölner ist die Europa-League-Teilnahme. Nach dem Sieg am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen rückte diese wieder in greifbare Nähe.