Die englische Nationalmannschaft ist mit einer bitteren Niederlage in die Nations League gestartet. In der Puskas Arena in Budapest besiegte Aufsteiger Ungarn den EM-Zweiten mit 1:0 (0:0), das Team von Gareth Southgate steht damit früh unter Zugzwang.
Am Dienstag (20.45 Uhr) geht es für die Three Lions in München gegen die deutsche Auswahl.
Rund 30.000 Zuschauer - darunter hauptsächlich Schulkinder - sahen ein lange Zeit ereignisloses Spiel. Aufgrund rassistischer Beleidigungen der Vergangenheit wurde der ungarische Verband zu mehreren Geisterspielen verdonnert, ein Schlupfloch in den Regularien erlaubte es allerdings vielen Kindern und ihren Begleitpersonen, die Begegnung im Stadion zu verfolgen.
Ungarische Fans sorgen für Eklat beim Spiel gegen England
Die Zuschauer sorgten vor Anpfiff für einen Eklat, als es gellende Buhrufe beim Kniefall der Engländer gegen Rassismus gab. Wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen im vergangenen Jahr war Ungarns Nationalmannschaft zu zwei UEFA-Heimpflichtspielen ohne Zuschauer verurteilt worden. Für eine dritte Partie gilt eine Bewährung von zwei Jahren.
England hatte mehr vom Spiel, die mit vielen Bundesliga-Spielern bestückte ungarische Auswahl hingegen die gefährlicheren Chancen. Einen fragwürdigen Foulelfmeter verwandelte Dominik Szoboszlai von DFB-Pokalsieger RB Leipzig schließlich zur Führung für den Außenseiter, der durch den früheren Bremer Laszlo Kleinheisler sogar noch hätte nachlegen können (81.).
Ungarn, 40. der Weltrangliste, ist zum ersten Mal in der höchsten Spielklasse der Nations League dabei und setzte mit dem Sieg ein erstes Ausrufezeichen. Es war der erste Erfolg gegen England seit Mai 1962. Am Samstag kommender Woche geht es für den Außenseiter gegen die DFB-Auswahl.
