Mohamed Salah FC Liverpool 26052018Getty

Wettlauf mit der Zeit: Mohamed Salah schweigt, Verband macht Hoffnung für Weltmeisterschaft


HINTERGRUND

Der ägyptische Verband macht den Fans Hoffnungen auf WM-Einsätze des momentan verletzten Mohamed Salah. Der Superstar selbst schweigt - trotz penetranter Nachfragen.

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Diesen hartnäckigen Reporter konnte Mohamed Salah nicht so leicht abschütteln wie seine Gegenspieler. Ein Video, das im Internet bereits Hunderttausende Mal geklickt wurde, zeigt, wie der ägyptische Fußballstar auf einem Flughafen von einem spanischen Journalisten eine Minute lang mit Fragen zu seinem Befinden fast schon belästigt wird.

Ägyptischer Verband: Mohamed Salah wird "bei der WM dabei sein"

"Sind Sie bereit für die Weltmeisterschaft?" Salah blickt starr gerade aus. "Glauben Sie, dass Ramos Sie im Finale absichtlich verletzt hat?" Salah zieht seine schwarze Kapuze tiefer ins Gesicht. "Besteht die Möglichkeit, dass Sie nächstes Jahr für Real Madrid spielen?" Salah geht unbeirrt weiter. "Viel Glück mit Marokko!" Da muss Salah kurz grinsen.
Denn nicht Marokko, sondern ganz Ägypten hofft auf eine schnelle Genesung ihres "Königs". Während Salah (25), der im spanischen Valencia seine Reha absolviert, zum Heilungsprozess seiner Schulterverletzung schweigt, verbreitete der ägyptische Fußballverband am Mittwoch positive Nachrichten: Der Offensivstar des FC Liverpool werde "bei der WM dabei sein und nicht länger als drei Wochen" ausfallen. 

Das erste WM-Gruppenspiel gegen Uruguay am 15. Juni - und damit 20 Tage nach Salahs Verletzung - wird für Salah also ein Wettlauf mit der Zeit. Im zweiten Duell vier Tage später gegen Gastgeber Russland stehen die Chancen schon besser, dass einer der Superstars der Szene seine WM-Premiere feiert. 

Ägypten ohne Salah gegen Kolumbien und Belgien

Spätestens zum Gruppenabschluss am 25. Juni gegen Saudi-Arabien soll Salah sein Heimatland beim WM-Comeback nach 28 Jahren ins Achtelfinale schießen. "Wir wollen die Fristen unterbieten, das ist unser großes Ziel", sagte Liverpools Physiotherapeut Ruben Pons der spanischen Sporttageszeitung Marca.

Unmittelbar nach der Verletzung im Champions-League-Finale gegen Real Madrid nach einem viel diskutierten Zweikampf mit Raubein Sergio Ramos hatte nicht nur Liverpools Teammanager Jürgen Klopp ein WM-Aus des Ausnahmespielers befürchtet. "Wir befürchteten das Schlimmste, als Mo nach dem Duell mit Ramos zu Boden ging. Er ist kein Spieler, der simuliert", berichtete Pons: "Wir mussten Mo helfen, sich umzuziehen, weil er es nicht mehr konnte."

Den Ernstfall kann die ägyptische Nationalmannschaft in den Testspielen gegen Kolumbien (1. Juni) und Belgien (6. Juni) üben, denn für diese Partien fällt Salah definitiv aus.

Tendiert Mohamed Salah zu einem Abgang aus Liverpool?

Die Frage des recht aufdringlichen Reporters nach Real Madrid kam derweil nicht ganz unbegründet. In einigen englischen und spanischen Medien wird spekuliert, Salah habe seinen Agenten beauftragt, einen Abgang aus Liverpool vorzubereiten. Die üblichen Verdächtigen wie Real, Manchester United und Manchester City werden als mögliche Interessenten genannt, auf dem Preisschild soll die Summe von 200 Millionen Euro stehen.

Zu ernst sollte man die Gerüchte nicht nehmen, bekanntermaßen fühlt sich der Ägypter bei den Reds und speziell bei Teammanager Klopp sehr gut aufgehoben. Außerdem spielt bei Real Madrid ein gewisser Sergio Ramos.

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