Mesut Özil Arsenal 04082019Getty

Arsenal-Star Mesut Özil erklärt Chip-Tor gegen Liverpool von 2017

Alexandre Lacazette steht mit dem Rücken zum Tor, als Mesut Özil ihn anspielt. Der Spielmacher des FC Arsenal startet durch, Lacazette denkt mit, steckt per Hacke wieder in Özils Lauf durch und der überwindet Liverpool-Keeper Simon Mignolet mit einem ganz feinen Abschluss. 3:2-Führung für die Gunners, am Ende sollte es in jenem Premier-League-Topspiel am 22. Dezember 2017 3:3 heißen.

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In Erinnerung blieb vor allem Özils Tor. Und wie er es erzielte. Statt auf einen normalen Chip über den herausstürmenden Mignolet zu setzen, trat er den Ball vielmehr praktisch in den Rasen, sodass er leicht aufsprang und so seinen Weg über Mignolet hinweg ins Netz fand.

Mesut Özil: "... dann hätte ich mir das Knie gebrochen"

Im Gespräch mit DAZN erklärte Özil diese besondere Technik nun: "Ich hatte gemerkt, dass es für mich manchmal einfacher ist, auf diese Weise zu treffen. Wenn der Torhüter auf dich zustürmt und du es mit einem Chip probierst, könnte ein zurückgeeilter Verteidiger den Ball noch vor der Torlinie erreichen und klären. Mit dieser Technik (beim Tor gegen Liverpool, d. Red.) eliminierst du diese Gefahr sozusagen, weil du den Ball härter triffst, er ist schneller und dadurch eben schwerer noch zu stoppen", so der 30-Jährige, der 2013 von Real Madrid nach London gewechselt war.

Mesut Ozil vs LiverpoolGetty Images

Im Training habe er solche Tore zuvor schon häufiger erzielt, betonte Özil, in Spielen dann aber immer auf gewöhnliche Varianten gesetzt. "Ich glaube, die Leute sehen die Technik gerne, zumindest ist es bei meinen Teamkollegen im Training so. Wenn ich im Training auf diese Weise treffe, feiern es immer alle."

Früher auf der Straße in Gelsenkirchen hätte er die Abschlusstechnik aus dem Duell mit Liverpool übrigens eher nicht gewählt. "Wenn ich das auf Beton versucht hätte, hätte ich mir wahrscheinlich das Knie gebrochen", lachte der 92-malige deutsche Nationalspieler. "Es wäre damals viel härter gewesen, aber inzwischen spiele ich ja auf diesen wunderbaren Plätzen, da ist es leichter."

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