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Kuriose Transfergeschichte: Brügge schnappte Anderlecht Mbaye Diagne weg

15:05 MESZ 04.09.19
Mbaye Diagne Club Brugge
Kuriose Geschichte aus Belgien: Eigentlich hatte Anderlecht sich mit Mbaye Diagne auf einen Transfer geeinigt - doch der ging lieber nach Brügge.

Der FC Brügge hat auf den letzten Metern der Transferperiode Liga-Konkurrent RSC Anderlecht den Angreifer Mbaye Diagne von Galatasaray offenbar auf kuriose Art und Weise weggeschnappt.  

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"Letzte Woche war ich in Monaco. Dort habe ich am Mittwochabend mit den Leuten von Galatasaray verhandelt", wird Anderlechts Sportdirektor Michael Verschueren von Het Latste Nieuws zitiert. "Das lief sehr reibungslos, wir hatten sehr schnell eine Vereinbarung über einen Leihtransfer von Diagne. Wir wollten das alles am Donnerstag auf Papier bringen, was wir auch getan haben. Wir haben anschließend auch eine Übereinkunft mit dem Spieler getroffen. Das einzige, was noch passieren musste, war, die Verträge zwischen allen Parteien zu unterzeichnen."

Diagne lief angeblich mit Kapuze über dem Kopf an Anderlecht-Teammanager vorbei

Doch dazu kam es laut Verschueren nicht. "Die verschiedenen Berater des Spielers haben dann darum gebeten, Hotelzimmer zu buchen. Diagne sollte am Montag seinen Medizincheck machen und wir ihn in Brüssel am Flughafen abholen", erklärte der RSC-Boss und führte aus: "Dort hat unser Teammanager gewartet, der mich nach einer Stunde angerufen hat und sagte: 'Der Spieler ist nicht.' Das fand ich merkwürdig und habe angefangen zu telefonieren, konnte aber niemanden erreichen. Bis ich plötzlich einen Anruf erhielt."

Am anderen Ende meldete sich ein Galatasaray-Verantwortlicher und entschuldigte sich, dass Diagne sich kurzfristig für einen Wechsel nach Brügge entschieden habe. "Das habe ich nicht verstanden. Und in der Zwischenzeit hörte ich dann noch, dass der Spieler mit einer Kapuze über dem Kopf an unserem Teammanager vorbei gelaufen ist." Zum Kontakt mit dem Rivalen aus Nordbelgien sei es noch nicht gekommen. "Wenn sie wussten, dass wir eine Einigung hatten, ist das sehr bedauerlich. Ich hätte das an ihrer Stelle nicht gemacht und zumindest mal angerufen. Wir sitzen oft bei Treffen der Liga zusammen und kennen uns doch gut."

"Vielleicht hätte Verhaege Kompany auch zu Brügge holen wollen"

Vonseiten des Champions-League-Teilnehmers aus Brügge hieß es mit Blick auf die Geschichte, dass Anderlecht auf keiner Ebene eine Einigung mit dem Spieler erzielt habe. 

Verschueren will jedenfalls etwas aus der Causa gelernt haben: "In Zukunft müssen wir wirklich vermeiden, dass unserer Pläne in der Zeitung stehen. Deshalb arbeiten wir manchmal intern auch mit Aliasnamen. Wenn der Wechsel von Vincent Kompany vorzeitig geleakt wirden wäre, hätte Bert Verhaege (Präsident von Brügge, Anm. d. Red.) ihn vielleicht zu Brügge holen wollen."