Mario Mandzukic zu Borussia Dortmund? Eine fürchterlich gute Idee

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Der BVB braucht einen Stürmer. Warum sollte es dann falsch sein, sich um einen Angreifer wie Mario Mandzukic zu bemühen, der im WM-Finale stand?


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Mit Mario Mandzukic hat Borussia Dortmund schlechte Erfahrungen gemacht. Im Champions-League-Finale 2013 war es der Kroate, der das 1:0 für Bayern München erzielte. Am Ende jubelte der FCB über einen 2:1-Sieg und der BVB stand im Londoner Wembley-Stadion mit leeren Händen da. Nun sollen sich die Dortmunder angeblich um eine Verpflichtung des 32-Jährigen, der inzwischen bei Juventus Turin unter Vertrag steht, bemühen.

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Mit den schlechten Mandzukic-Erfahrungen haben die Schwarz-Gelben abgeschlossen, jetzt sollen gute folgen. Doch wäre es überhaupt eine aus Dortmunder Sicht nachvollziehbare Idee, Mandzukic zu holen?

Es wäre eine fürchterlich gute.

Warum? Die Lage bei den Dortmundern ist im Offensivbereich aktuell übersichtlich und damit einfach: Mit Alexander Isak steht nur ein Mann für die Sturmmitte im Kader – und der hat mit seinem 18 Jahren seine Bundesliga-Tauglichkeit noch nicht nachgewiesen. Der beste Mittelstürmer der Vorsaison, Pierre-Emerick Aubameyang, verließ die Westfalen im letzten Winter in Richtung Arsenal. Sein Nachfolger Michy Batshuayi, der von Chelsea ausgeliehen wurde, machte zwar in der Rückrunde viele Tore für den BVB, begeisterte die Klub-Verantwortlichen mit seiner Spielweise allerdings nicht. Ein weiteres Engagement für ihn in Dortmund ist ausgeschlossen.

Mandzukic bei Juve Leidtragender des Ronaldo-Wechsels?

Dass akuter Handlungsbedarf im Sturmzentrum besteht, damit Neu-Trainer Lucien Favre eine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen kann, ist damit unstrittig. Einer, wenn nicht sogar zwei Mittelstürmer, Zielspieler oder wie immer man sie auch nennen will, werden kommen müssen – und Mario Mandzukic könnte auf den Markt kommen.

Denn der 32-Jährige hatte in der Juve-Offensive ohnehin mit Gonzalo Higuain und Paulo Dybala starke Konkurrenz, sodass er schon in der Vergangenheit oft auf den Flügel geschoben wurde. Nun holte die Alte Dame mit Cristiano Ronaldo den fünffachen Weltfußballer, der automatisch einen Stammplatz in Turin eingeräumt bekommen wird. Mandzukic wird sich seine Gedanken machen, wie er bei Juve noch auf regelmäßige Einsatzzeiten kommen kann. Und das könnte die Chance für Borussia Dortmund sein.

MARIO MANDZUKIC CROATIA
So weit die Füße tragen: Mario Mandzukic für Kroatien bei der WM

Die Gelegenheit ist günstig – und der BVB sollte zuschlagen. Der größte Pluspunkt, der für Mandzukic spricht, ist sein Spiel. Wie gerade bei der WM mehrfach gezeigt, glänzt er mit unermüdlichem Einsatz, mit Kampf- und Laufbereitschaft. Außerdem weiß er weiterhin, wo das Tor steht, traf sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel. Und er ist ein Spieler, der die Gegner beeindruckt, weil er nicklig ist, weil er nervt, weil er furchterregend aussieht, wenn er sich mal wieder aufregt. Als "Drecksack" bezeichnete ihn in dieser Woche Lothar Matthäus in der SportBild und damit trifft er es eigentlich ganz gut. Die Borussia hätte mit dem Kroaten sicherlich ein ganz anderes Auftreten als noch in der Vorsaison, als das fragile Dortmunder Gebilde eher einen viel zu braven Eindruck machte.

Transfer für Dortmund finanziell locker machbar

Dass Mandzukic mit seinen 32 Jahren keine Investition für die kommenden fünf Jahre ist, ist allen Beteiligten klar. Aber die Dortmunder brauchen jetzt sofort Unterstützung im Angriff – und mit einem Spieler, der wie Mandzukic die Bundesliga bestens kennt, würden sie einen Akteur bekommen, der keinerlei Eingewöhnungszeit benötigt. Mit einer geschätzten Ablösesumme in Höhe von 20 Millionen Euro wäre der Transfer kein Problem für den BVB, der dank der Einnahmen aus den Wechseln von Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang zuletzt mehr als 150 Millionen Euro eingenommen hat.

Und frei nach Trainer-Legende Otto Rehhagel gibt es halt keine jungen oder alten Spieler, sondern nur gute oder schlechte. Mario Mandzukic wäre für Borussia Dortmund wohl ein fürchterlich guter.

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