Pep Guardiola, Trainer des englischen Meisters Manchester City, hat den legendären italienischen Spielmacher Roberto Baggio in den höchsten Tönen gelobt. Dem Corriere dello Sport sagte der Spanier, er würde Baggio im modernen Fußball eine noch größere Karriere als zu dessen aktiver Zeit zutrauen.
"Wenn Baggio im heutigen Fußball spielen würde, würde er pro Saison 50 Tore schießen. Daran gibt es gar keinen Zweifel", schwärmte Guardiola und präzisierte: "Ich meine damit nicht nur für mich oder Manchester City, sondern für jeden Trainer und jedes Team."
Guardiola: Baggio war "ein Phänomen"
Warum die Legende besser ins heutige Spiel passen würde, erklärte der Star-Coach mit der defensiven Spielweise in der damaligen Serie A: "Roby war ein Phänomen mit nur einem wirklich guten Bein und zu einer Zeit, als es für einen Angreifer im italienischen Fußball schwer war, zu überleben. Es gab kaum Platz und maximal vier oder fünf Chancen pro Spiel. Er schaffte es, trotzdem zu treffen - und das oft auf unglaubliche Weise."
Auch wenn der italienische Fußball generell viel Wert auf Defensive lege, habe es in den letzten Jahren durch einige Trainer mehr Fokus auf die Offensive gegeben, so Guardiola. Für Baggio, den er "auf einer Stufe mit Diego Maradona, Marco van Basten, Francesco Totti oder Alessandro del Piero" sieht, wäre dies laut dem Meistertrainer ideal gewesen.
Getty ImagesGuardiola: Bei Manchester City "würde Baggio als falsche Neun spielen"
Der mittlerweile 54-jährige Italiener hatte zuletzt geäußert, gerne unter einem Trainer wie Guardiola spielen zu wollen. Der Spanier würde dies begrüßen: "Wenn er seinen Ruhestand überdenkt und sich in Form bringt, hole ich Baggio gerne. Bei mir würde er als falsche Neun spielen. Da müsste er nicht viel rennen, aber hätte 500 Ballkontakte pro Spiel und 50 Tore pro Saison."
Baggio galt zu seiner aktiven Zeit als sogenannte "9,5", also eine Mischung aus Zehner und Mittelstürmer. Er spielte während seiner Stationen Juventus Turin, AC Mailand und Inter Mailand für das Who is Who des damaligen italienischen Fußballs und dementsprechend auch für die Squadra Azzurra. Zum Ende seiner Karriere konnte er in Brescia auch Pep Guardiola zu seinen Mitspielern zählen.


