Moussa Niakhate Mainz 05Getty Images

Mainz-Verteidiger Moussa Niakhate im Interview: "Thiago Silva in der Defensive ein Monster"

Der französische U21-Nationalspieler Moussa Niakhate wechselte im Sommer vom FC Metz zum 1. FSV Mainz 05 und hat sich auf Anhieb in der Innenverteidigung der Rheinhessen festgespielt.

Im exklusiven Interview mit Goal und SPOX spricht der 22-Jährige über seine Beziehung zu Abdou Diallo, die aktuelle goldene französische Generation und verrät, welchen Spieler er am meisten bewundert.

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Herr Niakhate, welche Rolle hat Abdou Diallo bei Ihrem Wechsel nach Mainz gespielt?

Moussa Niakhate: Ich habe erst nach der Unterschrift mit ihm gesprochen, denn das war eine Entscheidung, die ich alleine treffen wollte. Es ist meine Karriere und ich muss das tun, was gut für mich ist. Außerdem war er auch gerade in Gesprächen mit Borussia Dortmund, das musste ich respektieren. Aber als der Wechsel dann feststand, haben wir uns natürlich über alles unterhalten.

Was hat er Ihnen genau gesagt?

Niakhate: Er hat mir von den unglaublichen Stadien erzählt, die Leute hier leben den Fußball. Ich wusste es eigentlich bereits, aber er hat es mir nochmals bestätigt. Und er hat mir erklärt, dass die Menschen hier sehr zuverlässig sind. Es war ein Gespräch unter Freunden und er hat mir einige Tipps gegeben. Aber wir haben nicht näher über Mainz gesprochen.

Viele Experten sehen in Ihnen den Nachfolger und Ersatz von Diallo in Mainz.

Niakhate: Nein, jeder verfolgt seine eigene Karriere. Das, was wir gemeinsam haben, ist, dass wir beide Franzosen sind, wir sind gleich alt und spielen auf derselben Position. Deshalb bin ich aber nicht sein Ersatz, denn das ist für mich ein Spieler, der absolut die gleichen Qualitäten mitbringt. Aber das ist bei uns nicht der Fall. Er verfügt über Qualitäten, die ich nicht habe, und andersrum. Ich bin einfach nur ein Spieler, der nach Mainz gekommen ist, und er ist ein Spieler, der Mainz verlassen hat.

Denken Sie, die Sicht auf junge französische Talente hat sich in der Bundesliga in den letzten Jahren geändert?

Niakhate: Ja, absolut. Viele Leute sehen in den jungen französischen Spieler wahre Diamanten. Wenn diese Spieler zu einem neuen Klub kommen, haben sie meistens auch Erfolg. Ich denke, die Weltmeisterschaft hat dies nochmals unterstrichen. Es gibt in Frankreich viele junge Spieler wie Ousmane Dembele, Kylian Mbappe, Florian Thauvin, Samuel Umtiti oder Paul Pogba, die noch vor nicht allzu langer Zeit für die französischen Jugendnationalmannschaften gespielt haben.

Haben Sie ein persönliches Vorbild?

Niakhate: Nein, ich habe keinen speziellen Spieler, der mich inspiriert. Aber ich bin natürlich ein Verteidiger, und wenngleich Abwehrspieler mittlerweile auch immer mehr Aufgaben im offensiven Bereich haben, ist es für mich immer noch am wichtigsten, dass man gut verteidigt. Und der beste Verteidiger ist für mich Thiago Silva. Im Eins-gegen-Eins ist er in der Defensive ein Monster.

Was können Sie von Thiago Silva noch lernen?

Niakhate: Ich bin ein Fußballliebhaber und schaue viel Fußball im TV, aber ich stoppe nun nicht jede Szene von ihm, um zu sehen, wie er das genau gemacht hat. Ich schaue in erster Linie auf mich selbst und auf das, was ich noch bei mir verbessern kann. Ich bin oftmals einfach nur Zuschauer, obwohl ich die Spieler natürlich mit anderen Augen sehe. Sei es Thiago Silva in Frankreich, Juventus in Italien, Virgil van Dijk bei Liverpool oder Cesar Azpilicueta bei Chelsea. Ich schaue auf alle Spieler, aber der Fokus liegt auf mir selbst.

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