Lyons Frauen zeigen Real Madrid, wie man hintereinander die Champions League gewinnt

Getty Images
Gerard Precheurs Mannschaft konnte gegen PSG nicht viel von ihrer Offensivstärke zeigen, holte am Ende aber doch den Titel.

Falls Real Madrid Inspiration benötigt, wenn es darum geht, als erstes Team in der Geschichte der UEFA Champions League seinen Titel zu verteidigen, wäre ein Blick zu den Frauen von Olympique Lyon wohl nicht verkehrt.

Am Donnerstagabend setzte sich das französische Team in Cardiff zum zweiten Mal in Folge die Krone auf.

Der Sieg im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain war zwar knapper als erwartet, aber Lyon hielt dem Druck am Ende doch stand, nachdem die Begegnung nach 120 Minuten torlos geendet war.

Beide Mannschaften verfügen über Star-Spielerinnen aus der ganzen Welt. Fünf der FIFA-Verbände waren im Finale vertreten - entschieden wurde das Ganze von den beiden Torhüterinnen.

Lyon-Schlussfrau Sarah Bouhaddi traf den entscheidenden Elfmeter beim 7:6-Erfolg des französischen Meisters, nachdem PSG-Keeperin Katarzyna Kiedrzynek ihr Ziel nur wenige Momente zuvor verfehlt hatte.

Die Pariserinnen, die bereits im Enspiel des Coupe de France im Elfmeterschießen gegen denselben Gegner den Kürzeren zogen, hätten es gerne ihren männlichen Kollegen von PSG gezeigt, wie man die Champions League gewinnt. Unglücklicherweise misslang der Versuch.

Alex Morgan Lyon PSG Women Champions League 01062017

Obwohl Lyon das Geschehen auf dem Rasen dominierte, herrschte keine Zweifel darüber, dass PSG durch die hervorragende taktische Einstellung die Begegnung lange offenhielt. 

Die meiste Zeit hatten die Hauptstädter neun Spielerinnen kompakt hinter dem Ball, erlaubten dem Gegner, sich im Mittelfeld frei zu entfalten. Trotz Lyons überragender Torquote gelang es dem Top-Team im Cardiff City Stadium nicht, einen Treffer zu erzielen.

Eine frühe Verletzung von Alex Morgan schwächte Lyon zusätzlich. Die Amerikanerin war nach einer Oberschenkelverletzung zurückgekehrt, konnte ihrer Mannschaft aber nicht lange helfen, da die Verletzung neu aufbrach.

Lyon fand keine Lösung gegen die tiefstehende Defensive der Pariserinnen. Star-Stürmerin Ada Hegerberg schnupperte zwar kurz nach der Pause an einem Treffer, aber Kiedrzynek im PSG-Tor vereitelte die Großchance.

Shirley Cruz Saki Kumagai Lyon PSG Women Champions League 01062017

PSG wagte sich zwar nicht allzu häufig in des Gegners Hälfte, aber wenn, dann wurde es mehrfach gefährlich für die Favoritinnen aus Lyon.

Die beste Chance der Pariserinnen hatte Mittelfeldspielerin Shirley Cruz. Die ehemalige Lyon-Spielerin war die prägendste Figur im Spiel und der Motor ihrer Mannschaft zusammen mit Formiga.

Zurückblickend kann man PSG keinen Vorwurf machen, ragten doch Grace Geyoro und Kiedrzynek bis zu ihrem verschossenen Elfmeter heraus.

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Wie so häufig bei entscheidenden Spielen auf höchstem Niveau entschieden am Ende nur Nuancen. Die Stars von OL schonten ihre Kräfte nicht, hatten aber große Probleme. Zum Schluss zeigten sie aber dann doch ihre ganze Stärke und setzten sich vielleicht auch aufgrund der größeren Cleverness durch.

Zeit zu feiern für Gerard Precheur und seine Mannschaft. Aber nachdem Lyon im Finale so sehr gefordert wurde, wird der Trainer gleich mit den Vorbereitungen beginnen, um auch im nächsten Jahr wieder ganz oben zu stehen.

​Vielleicht wird Zinedine Zidane ja etwas ganz Ähnliches widerfahren.

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