Einer der schönsten Anblicke im Fußball ist, wenn ein perfekt getretener Freistoß genau im Winkel verschwindet. Am Sonntag lieferte Florian Thauvin dafür ein tolles Beispiel: Er führte Marseille mit seinen drei Treffern zum 3:1 gegen Amiens und hielt OM damit im Rennen um die Champions-League-Plätze.
Marseille spielte in der ersten Hälfte beeindruckend auf und kämpfte sich nach einem frühen Rückstand zurück. Thauvin war dabei der Hauptdarsteller, der zunächst für den Ausgleich sorgte, als er von rechts nach innen zog und mit einem Flachschuss präzise zum 1:1 traf.
In der zweiten Halbzeit stellte der Ex-Spieler von Newcastle United dann seine Matchwinner-Qualitäten unter Beweis: Zehn Minuten vor dem Ende trat er den perfekten Freistoß und brachte sein Team in Führung, bevor er in der Nachspielzeit seinen Dreierpack perfekt machte.
Bei diesem Auftritt ist es wenig überraschend, dass Thauvin in dieser Woche an der Spitze des Opta-Index steht, der die Leistungen aller Spieler der Ligue 1 bewertet.
GoalThauvin ist nicht der einzige Ex-Newcastle-Akteur in den Top-10: Hatem Ben Arfa belegt den sechsten Rang, weil er beim 2:2 von Rennes gegen Montpellier groß aufspielte.
Natürlich war bei seinem frühen Führungstor etwas Glück dabei, denn der Schuss wurde noch abgefälscht, doch insgesamt kommt Ben Arfa nach einem langsamen Start für die Bretonen immer besser ins Rollen.
Im Spiel am Wochenende wurde er jedoch noch von Andy Delort in den Schatten gestellt, der für Montpellier weiterhin in Top-Form ist: Der Offensivmann traf doppelt; erst kurz vor der Pause mit einem Abstauber und dann kurz nach dem Seitenwechsel nach einer schönen Einzelaktion.
Delorts Doppelschlag brachte ihm den dritten Platz ein. Zweiter wurde Allan Saint-Maximin, der Nizza am Sonntag zum 2:0 gegen Lille führte.
Der kleine Stürmer sorgte ständig für Gefahr und wurde für seinen Auftritt mit seinem Tor zum Endstand belohnt, das er mit einem abgefälschten Schuss erzielte.
Adrien Rabiot sorgt häufiger als Saint-Maximin Schlagzeilen. Der PSG-Mittelfeldspieler glänzte für die Pariser am Samstag gegen Toulouse. Zwar hat er seine Vertragsverlängerung bei seinem Klub noch nicht unterschrieben, doch beim Sieg ohne die verletzten Kylian Mbappe und Neymar ließ er sich vom Trubel rund um seine Person nicht beeinflussen.
Am anderen Ende der Tabelle feierte Thierry Henry mit Monaco endlich den erlösenden Sieg: Mit 1:0 schlug das Team aus dem Fürstentum Caen - und zwei Spieler schafften es in die Top-10 des Rankings.

Radamel Falcao war bei Monaco der Matchwinner, der in der zweiten Halbzeit mit einem Freistoß traf. In der Zentrale war Youri Tielemans der Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft..
Angers, das sich in dieser Saison ebenfalls schwertut, kam gegen Nantes zu einem 1:1. Es hätte aber auch gut und gerne eine Niederlage für die Mannschaft sein können, wenn Torhüter Ludovic Butelle nicht gewesen wäre. Der Keeper zeigte starke Paraden und landete deshalb im Ranking auf dem zehnten Platz. Der einzige Spieler, der ihn am Wochenende bezwingen konnte, Nantes-Einwechselspieler Majeed Waris, schaffte es auf den siebten Platz des Opta-Index.
Den verbleibenden Platz in den Top-10 belegt Reims-Youngster Boulaye Dia, der beim Klub aus der Champagne eingewechselt wurde und gegen das Schlusslicht Guingamp mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze den Siegtreffer erzielte.
Er wird darauf hoffen, dass er auch am kommenden Sonntag für Reims glänzen kann, wenn es für die Mannschaft nach Marseille geht. Am Sonntagabend trifft Bordeaux auf den Tabellenführer PSG, doch das große Spiel des Wochenendes ist das Duell zwischen Lille und Lyon, in dem es um die Champions-League-Plätze für die kommende Saison geht.
