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Ligue 1 Performance Index: Starker Ben Arfa glänzt für Rennes

13:31 MEZ 11.12.18
Hatem Ben Arfa Rennes 2018
Der Ex-Spieler von Newcastle und Paris Saint-Germain stand dank einer überragenden Leistungen am Wochenende in der Ligue 1 im Blickpunkt.

Rennes ist ein Team, das sich in der vergangenen Woche neu erfunden hat. Seitdem Julien Stephan den Trainerjob von Sabri Lamouchi übernommen hat, hat die Mannschaft aus der Bretagne zwei 2:0-Siege gegen Lyon und Dijon eingefahren.

Der Schlüssel zum Erfolg war für Stephan dabei, Hatem Ben Arfa wieder zu Höchstleistungen anzutreiben. Nach einem schwachen Saisonstart, bei dem Ben Arfa nur eine Nebenrolle spielte, hat sich der Ex-Spieler von Newcastle, Nizza und Paris Saint-Germain in den letzten Spielen enorm gesteigert und ist wieder in der Top-Form, die ihn vor der Euro 2016 zu einem Kandidaten für die französische Nationalmannschaft hatte werden lassen. 

Aufgrund von zahlreichen Absagen wurden in der Ligue 1 am Wochenende nur vier Duelle ausgetragen. Dabei war Ben Arfa der herausragende Spieler, wenn es nach dem Opta Performance Index geht, der bewertet, wie gut jeder Akteur in der Liga gespielt hat.

Ben Arfas Punktzahl von 94.4 hätte ihn aber auch ganz weit nach oben gebracht, wenn alle zehn Partien des Spieltags stattgefunden hätten.

Er verdiente sich den ersten Rang mit einem ganz starken Auftritt, bei dem er die Vorarbeit für den Rennes-Führungstreffer in der zweiten Halbzeit lieferte und dann spät auch noch selbst das zweite Tor nachlegte.

Während dieser Partie half Rennes auch die Einwechslung von Benjamin Bourigeaud, einem weiteren Spieler des Klubs, der zu Saisonbeginn noch Probleme hatte. Er machte das 1:0 für seine Mannschaft und kam auf einen Wert von 92.3, was in der Endabrechnung für den zweiten Platz reichte.

Wie gut Rennes wirklich gespielt hat, wird durch die Tatsache unterstrichen, dass das Team die Top 10 dominiert: Fünf Spieler der Mannschaft sind mit dabei, denn auf den Plätzen acht, neun und zehn liegen Hamari Traore, Abdoulaye Diallo und Clement Grenier.

Die restlichen fünf Plätze werden von Spielern aus fünf verschiedenen Vereinen belegt. Am beeindruckendsten von ihnen agierte am Wochenende der offensive Mittelfeldspieler Saif-Eddine Khaoui, der als Einwechselspieler für Caen beim Sieg gegen Straßburg eine wichtige Rolle spielte.

Er stand zwar nur eine Viertelstunde lang auf dem Platz, doch er hatte großen Einfluss auf das Ergebnis, denn er erzielte zehn Minuten vor dem Ende den Ausgleich.

Bis zu diesem Treffer sah es danach aus, als sollte der südafrikanische Stürmer Leon Mothiba für Racing zum Matchwinner werden. Sein achtes Saisontor, das er in der 23. Minute erzielt hatte, brachte Straßburg 2:1 in Führung - und lange schien dieser Vorsprung auch für den Sieg zu reichen.

Ein Spieler, dessen Tor für die drei Punkte reichte, war Stiven Mendozda: Der Stürmer aus Kolumbien traf neun Minuten vor dem Ende im Abstiegsduell zwischen Amiens und Schlusslicht Guingamp zum 2:1 und sicherte seiner Mannschaft die enorm wichtigen Zähler.

Durch den Treffer des 26-Jährigen überholte Amiens in der Tabelle Monaco, das nicht spielte, und Caen und ließ erst einmal die Abstiegszone hinter sich.

Guingamp steckt hingegen weiter tief im Tabellenkeller und muss bereits acht Punkte auf das rettende Ufer aufholen, weil bislang erst ein Saisonsieg gelang. Die Leistung von Etienne Didot brachte dem Mittelfeldspieler den fünften Platz im Ranking ein, doch das dürfte nur ein kleiner Trost nach der Niederlage sein. In den kommenden Wochen stehen für Guingamp nun vor Weihnachten noch mit den Partien gegen Rennes und Monaco entscheidende Duelle an.

Für das kommende Wochenende stehen in der Ligue 1 wieder zehn Spiele auf dem Programm: Lyon empfängt dabei am Sonntag Monaco und Bordeaux muss am selben Tag in Marseille antreten.