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Ligue 1 Performance Index: Martins und Leao beeindrucken, aber Kanga ist der Star

15:41 MEZ 12.02.19
Wilfried Kanga Angers 2018-19
Der Angers-Stürmer war der herausragende Spieler des Wochenendes in der Ligue 1. Er erzielte einen besseren Wert als die Talente von Monaco und Lille.

Angers-Stürmer Wilfried Kanga hat auf beeindruckende Art am Wochenende Wiedergutmachung betrieben: Er traf beim überraschenden 2:1-Auswärtssieg seines Teams in Straßburg doppelt und wurde damit zum Matchwinner.

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Mit seinen Treffern sorgte er für Stille im normalerweise lauten Stade de la Meinau. Erst traf er mit einem präzisen Kopfball zur Führung für sein Team, nach dem Seitenwechsel legte er mit einem Schuss in den Winkel nach.

Sein Auftritt war derart stark, dass er am Wochenende den besten Wert im Opta Performance Index erzielte, der die Leistungen aller Spieler der Ligue 1 misst und mit einem Wert zwischen 0 und 100 bewertet.

Der 20-jährige Angreifer erreichte 98,2 mit seinen beiden ersten Saisontoren. Es waren gleichzeitig die ersten Erstliga-Treffer überhaupt für Kanga.

Nach dem Spiel gab der Stürmer aus der Jugend von Paris Saint-Germain zu, dass es ihn angespornt habe, dass er eine Woche zuvor beim 1:0 von Angers gegen Dijon einige hochprozentige Chancen vergeben hatte.

"Das hat mich richtig geärgert, aber alle haben in der Kabine dafür gesorgt, dass ich positiv bleibe", sagte er, als er auf die Enttäuschung der Vorwoche zurückblickte.

"Letzte Woche war ich im Training richtig heiß, ich wollte einfach nur Tore schießen", ergänzte er.

Sein Einsatz lohnte sich, denn er war der herausragende Akteur des Spieltags vor Sanjin Prcic, einem seiner Gegner vom Wochenende.

Der bosnische Mittelfeldspieler erzielte bei der Straßburg-Niederlage das Tor für seine Mannschaft, als er aus dem Gewühl heraus traf und noch einmal für Hoffnung bei Racing sorgte. In der Zentrale lenkte und ordnete er das Spiel seiner Truppe perfekt und erreichte deshalb einen Wert von 96,8 im Ranking.

Den dritten Platz belegte Sada Thioub, der Beste von vielen Nimes-Spielern in den Top-10, die alle am Comeback ihrer Truppe beim 4:2 gegen Nantes beteiligt waren. Bei den Hausherren stand das Duell ganz im Zeichen des Gedenkens an den verstorbenen Emiliano Sala.

Das Spiel begann für Nantes sehr gut, denn Kalifa Coulibaly, der Zehnter im Ranking wurde, brachte die Mannschaft von Coach Vahid Halilhodzic mit einem Kopfball in Führung. Die Gastgeber legten sogar noch ein zweites Tor nach - aber nach der Pause bewies Nimes, was das Team in der Offensive alles kann.

Thioub war dabei nach seiner Einwechslung in der 61. Minute der gefährlichste Mann bei den Gästen.

Nachdem Nimes ausgeglichen hatte, war er zunächst am 3:2 durch Jordan Ferri beteiligt, der im zweiten Versuch traf. Und dann startete Thioub spät im Spiel einen Sololauf, den er mit dem Tor zum 4:2-Endstand krönte.

Ferri und Antonin Bobichon, der mit einem Heber von der Strafraumkante den Ausgleich erzielt hatte, landeten ebenfalls in den Top-5 des Rankings - und mit Baptiste Guillaume wurde der Mann, der das erste Nimes-Tor gemacht hatte, Neunter.

Unterdessen ging der Lauf von Lille-Wunderkind Leao auch gegen Guingamp weiter. Der 18-Jährige machte den Führungstreffer zu Beginn der zweiten Hälfte: Es war sein fünftes Tor in den letzten sechs Ligue-1-Partien. Auf Vorlage von Nicolas Pepe war er aus elf Metern erfolgreich, nachdem er zuvor bereits den Pfosten getroffen hatte.

Ebenfalls in Top-Form ist Gelson Martins - und deshalb ist es wenig überraschend, dass der Monaco-Star auch in den Top-10 mit dabei ist. Beim 2:2 gegen Montpellier schoss er sein erstes Tor für seinen neuen Klub. Und er war auch am späten Treffer von Radamel Falcao beteiligt.

Rennes-Stürmer Mbaye Niang ist auch in den Top-10 mit dabei: Er erzielte beim 3:0 seines Teams gegen Saint-Etienne am Sonntag die Führung und hielt sein Team damit im Rennen um die Europapokalplätze auf Kurs.

Saint-Etienne wird am kommenden Wochenende auf Wiedergutmachung aus sein, wenn es gegen PSG geht. Mit den Duellen zwischen Lyon und Guingamp, Monaco und Nantes sowie Lille und Montpellier finden weitere interessante Partien in der Ligue 1 statt.