Ligue 1 Performance Index: Doumbia lässt Fekir hinter sich

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Reims konnte sich beim Nationalspieler aus Mali bedanken, der das Team am Wochenende in der Ligue 1 zu einem 2:1-Heimsieg gegen Straßburg führte.

Aufsteiger Reims spielt nach seiner Rückkehr in die Ligue 1 bislang eine überragende Saison und feierte am Samstag beim 2:1 gegen Straßburg den nächsten Erfolg.

Der Dreier führte das Team in der Tabelle bis auf den achten Platz. Obwohl die Ligue 1 in dieser Saison sehr ausgeglichen ist, sieht es danach aus, als ob der Aufsteiger nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird.

Reims kann sich in dieser Saison vor allem auf die exzellente Defensive verlassen, doch gegen Straßburg war es vor allem der Angriff um Moussa Doumbia, der überzeugte.

Nur sechs Minuten benötigte der 24-jährige Nationalspieler aus Mali, um die Führung zu erzielen: Er nahm einen zu kurz geklärten Ball am Strafraumeck auf und feuerte einen Schuss ab, der vom Innenpfosten ins Tor sprang.

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Der Ex-Spieler von Rostov spielte derart stark auf, dass er am Wochenende die Spitzenposition im Ligue 1 Performance Index eroberte, einem Ranking, das die Statistik-Daten von Opta nutzt, um jedem Spieler für seine Leistung einen Wert auf einer Skala bis 100 zu verpassen.

Doumbia, dessen Teamkollege Mathieu Cafaro auf dem zehnten Platz landete, erreichte einen beeindruckenden Wert von 98,3 und wurde damit vor Nabil Fekir von Lyon Erster.

Weltmeister Fekir gilt schon länger als einer der herausragenden Spieler der Ligue 1, denn es gelingt ihm immer wieder, Tore und Assists zu liefern, wenn es in den großen Spielen für seine Mannschaft darauf ankommt. Und gegen Monaco war er am Sonntag wieder zur Stelle.

Nach einer Flanke von Kenny Tete erzielte er beim 3:0 gegen das Team von Trainer Thierry Henry den zweiten Treffer für OL.

Houssem Aouar, der ebenfalls im Mittelfeld erneut eine starke Leistung ablieferte, gelang das 1:0 - und im Ranking landete er auf dem sechsten Platz.

Den dritten Platz auf dem Podest sicherte sich am Wochenende Rachid Alioui, Einwechselspieler von Nimes. Am Ende reichte es im Heimspiel gegen Lille zwar nicht zu einem Punktgewinn, doch dass die Hausherren überhaupt noch auf 2:3 herankamen, hatten sie Alioui zu verdanken.

Beim Zwischenstand von 0:3 aus Sicht von Nimes erzielte er einen tollen Treffer aus der Distanz, als er Mike Maignan mit einem präzisen Schuss überwand. Damit leitete er eine spannende Schlussphase ein.

Clement Depres, ebenfalls eingewechselt, machte für die Mannschaft von Trainer Bernard Blaquart das zweite Tor - und sein Wert von 94,3 im Ranking hätte noch besser ausfallen können, wenn er nicht in der Nachspielzeit nur die Latte getroffen, sondern den 3:3-Ausgleich gemacht hätte.

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Nach einer frühen Roten Karte musste Lille über weite Strecken des Spiels auf Konter hoffen, was ihren schnellen Flügelspielern entgegenkam: Jonathan Bamba und Nicolas Pepe unterstrichen noch einmal ihre enorme Qualität mit ihren Treffern und landeten gemeinsam in den Top-10 des Rankings.

Pepes Tor war dabei das schönere, denn er schloss nach einem tollen Solo überzeugend ab, doch im Performance Index landete er in dieser Woche knapp hinter seinem Teamkollegen.

Rafael Leao, der nach dem frühen Platzverweis raus musste, schaffte es ebenfalls noch in die Top-10 und wird sich darüber ärgern, dass er nicht mehr Minuten machen konnte.

Lois Diony von Saint-Etienne ist auch im Ranking ganz vorne mit dabei. Er erzielte gegen Nizza ein Tor aus ganz spitzem Winkel und beendete damit die Serie der Südfranzosen, die in der Liga mehr als zehn Stunden lang kein Gegentor zugelassen hatten.

Vor Weihnachten steht in der Ligue 1 am Samstag noch einmal ein kompletter Spieltag an, an dem Montpellier Lyon zum Spitzenspiel, in dem es um die Champions-League-Plätze geht, empfängt.

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