Der deutsch-französische Politiker Daniel Cohn-Bendit glaubt, dass sich der Fußball durch die Folgen der Corona-Pandemie verändern wird und dass Preisforderungen wie bei Kylian Mbappe von Paris Saint-Germain der Vergangenheit angehören werden.
"Diese Krise wird die Irrationalität des Profisports beseitigen. Es ist, als hätte es einen Atomangriff gegeben, und er müsste wiederaufgebaut werden, aber aus anderen Gründen", so der 75-Jährige in seiner Kolumne für die französische Zeitung Ouest France.
Der Grünen-Politiker, der zwischen 1994 und 2014 auch dem Europäischen Parlament angehörte, sieht darin eine Chance für den Profifußball: "Morgen wird Mbappe höchstens 35 bis 40 Millionen Euro kosten und nicht mehr 200 Millionen Euro. Und wer kann ihn kaufen?"
Cohn-Bendit fordert mehr Regulierung: "Fußballer werden nicht schlechter spielen, wenn sie weniger bezahlt werden"
Zudem sprach sich Cohn-Bendit für eine Gehaltsobergrenze aus, die aber nicht nur für Spieler gelten solle: "Es ist eine Neuorganisation, die nicht nur die Gehälter der Spieler betreffen wird, sondern auch das Recht auf Bilder und Werbung. Das System der Manager muss zerstört werden, die damit ihr Geschäft machen."
Cohn-Bendit fügte hinzu: "Ein bisschen mehr Nüchternheit und ein bisschen mehr Gleichheit wären ein guter Anfang. Fußballer werden nicht schlechter spielen, wenn sie weniger bezahlt werden."


