U21 Croatia EnglandGetty/Goal

Last-Minute-Traumtor, Rudelbildung, Platzverweis: Tumulte nach U21-EM-Spiel zwischen Kroatien und England

Im Anschluss an das U21-Europameisterschaftsspiel in der Gruppenphase zwischen Kroatien und England im Stadion SRC Bonifika (Slowenien) kam es auf dem Rasen zu tumultartigen Szenen. Die Engländer, die das Spiel mit 2:1 gewannen, schieden aufgrund eines Traumtores von Domagoj Bradaric in der Nachspielzeit noch aus und anschließend entlud sich der Frust.

Die Szenen, in deren Folge es noch einen Platzverweis für Toptalent Curtis Jones vom Premier-League-Meister FC Liverpool kam, spielten sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff ab. Während die Kroaten ausgelassen auf dem Rasen feierten, fühlte sich die Engländer davon provoziert.

Boothroyd: "Es gab keinen Rassismus"

Vor allem Jones war nicht zu bremsen, stürmte auf die kroatische Jubeltraube zu und musste mehrfach von Betreuern zurückgehalten werden. Dafür sah er nach Spielende noch die Gelb-Rote Karte. Sein Mannschaftskamerad Todd Cantwell (Norwich City) deutete dabei mit affenartigen Bewegungen an, dass von Seiten der Kroaten rassistische Äußerungen gefallen seien.

England U21 vs Croatia 2021Getty

Englands Coach Aidy Boothroyd dementierte dies später: "Es gab überhaupt keinen Rassismus. Ein Team hat einfach ekstatisch gefeiert, während unsere Jungs am Boden zerstört waren. Ein Team hüpfte mitsamt Betreuerstab über den Platz, das war emotional schwer zu ertragen. Gott sei Dank ging das Ganze schnell auseinander." 

U21-EM: England Tabellenletzter, Kroatien als Zweiter weiter

Für den Trainer war nicht das Kroatien-Match, sondern die vorangegangenen Gruppenspiele der Grund für das Ausscheiden: "Wir sind nicht heute, sondern gegen die Schweiz ausgeschieden. Die ersten beiden Spiele waren wir nicht wir selbst, heute waren wir exzellent. Wir haben zweimal die Latte getroffen und zwei Tore gemacht. Dann verlierst du wegen eines Traumtors, welches er nie wieder so schießen wird."

In Gruppe D holte Portugals U21 das Maximum von neun Punkten, während das Torverhältnis zwischen den punktgleichen Kroaten, Schweizern und Engländern den Ausschlag gab. Bei einem 2:0-Erfolg der Engländer wären diese als Gruppenzweite für die nächste Runde qualifiziert gewesen.

Das Gegentor in der Nachspielzeit aber hievte Kroatien auf den begehrten zweiten Platz. England muss als Gruppenletzter die Koffer packen.

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