Die Zukunft von Trainer Andrea Pirlo beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin hängt wohl vollends vom Endspurt in der Serie A ab. Das formulierte Sportdirektor Fabio Paratici nun überraschend offen und stellte ein Ultimatum.
"Andrea Pirlo wird in der nächsten Saison unser Manager sein, wenn wir uns sicher für die Champions League qualifizieren", sagte Paratici bei Sky Italia und setzte damit sowohl Pirlo als auch das Team vor den letzten Saisonspielen deutlich unter Druck.
Juventus hat Druck von Atalanta und Napoli
Nach einer erneut enttäuschenden Leistung beim 1:1 im Auswärtsspiel bei der AC Florenz liegt Juventus fünf Spieltage vor Saisonende zwar mit 66 Punkten auf Rang drei. Atalanta Bergamo (65) und die SSC Neapel (63) liegen jedoch knapp dahinter und haben jeweils ein Spiel weniger absolviert. Die Gefahr für die Bianconeri um Superstar Crsitiano Ronaldo, in der kommenden Saison mit der Europa League Vorlieb nehmen zu müssen, ist also real.
Getty ImagesPirlo hatte die Mannschaft im vergangenen August als Nachfolger des entlassenen Maurizio Sarri übernommen, obwohl der frühere Weltklasse-Regisseur zunächst einmal in der U23 seine Sporen als Trainer verdienen sollte. Doch ohne auch nur ein Spiel der Nachwuchsmannschaft geleitet zu haben, wurde Pirlo zum Cheftrainer befördert.
Pirlo: "Ich bin nicht glücklich"
"Es ist anders, die ursprünglichen Erwartungen für mich und auch für das Team waren andere. Ich glaube nicht, dass wir so gearbeitet haben, wie wir es wollten", sagte Pirlo selbstkritisch zu Sky Sports. Er gibt zu, mit jedem Spiel zu lernen, "aber ich bin nicht glücklich mit Blick auf die ursprünglichen Erwartungen und ich denke, der Klub ist es auch nicht", sagte Pirlo.
Juventus wird sich nach zuletzt neun Meisterschaften in Folge in diesem Jahr erstmals wieder in der Liga geschlagen geben müssen. Als möglicher Nachfolger für Pirlo wurde zuletzt Ex-Trainer Massimiliano Allegri genannt.


