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Tom Starke vom FC Bayern München: "Es ist verrückt"


INTERVIEW

Wie schon am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt stand Tom Starke auch am Mittwochabend im Tor des FC Bayern München . Kurz vor Schluss rettete er dem deutschen Rekordmeister mit seiner Parade den 1:0-Sieg im Bundesliga -Spiel gegen den 1. FC Köln .

Analyse: FC Bayern mit Arbeitssieg gegen den 1. FC Köln

In der Mixed Zone sprach Starke hinterher über die Partie, seine Serie und seine persönliche Situation.

Tom, Trainer Jupp Heynckes hat Sie am Freitag gelobt und dabei erwähnt, dass sie schon 2012/13 viermal unter ihm zu Null gespielt haben. Die Serie hält.

Tom Starke: Das kann man so sagen. Wenn man nur ein Tor schießt, darf man keins reinkriegen. Dann gewinnt man auch.

Lukas Klünter kam kurz vor Schluss zu einer guten Chance, bei der Sie eingreifen mussten.

Starke: Mehr war heute auch nicht. Es war gar nicht so einfach, es war relativ kalt, ich hatte nicht allzu viel zu tun. Ich habe versucht, die Spannung hochzuhalten. Gott sei Dank habe ich den Ball gehalten.

Wie ist es für Sie, wieder mittendrin zu sein, nachdem Sie Ihre Karriere eigentlich schon beendet hatten?

Starke: Es ist verrückt. (lacht) Der Abgesang war ja schon da. Ich war aber nicht so lange raus, dass ich nicht mehr fit gewesen wäre. Von daher war es okay. Da wir so viele Verletzte haben, helfe ich natürlich aus.

Waren Sie nervös, plötzlich wieder zwischen den Pfosten zu stehen?

Starke: Nein, nein. Anspannung ist da, aber nervös war ich mit 18.

Merkt man die Spiele im Nachhinein körperlich?

Starke: Das Frankfurt-Spiel habe ich schon ein bisschen gemerkt, aber heute wird es sich bei allem Respekt in Grenzen halten. Es war nicht so anstrengend.

Wie hat es sich für Sie auf dem Platz angefühlt? Vor dem Spiel dachten viele, die Bayern würden Köln mit 4:0 oder 5:0 aus dem Stadion schießen, stattdessen war es eng.

Starke: So läuft so ein Spiel. Wir hatten am Anfang zwei Riesenchancen, dazu einige Kopfbälle. Wenn die nicht reingehen, wartest du lange und musst Geduld haben. Wenn die reingehen, wird es wahrscheinlich so ein Ergebnis, wie Sie sagen. Geduld zu beweisen, ist aber auch eine Qualität.

Wie leicht fällt es als Torwart, wenn man bis zur 89. Minute keinen Ball aufs Tor bekommt?

Starke: Nicht leicht, das können Sie mir glauben. Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist.

Wie sieht es denn bei Sven Ulreich aus? Gehen Sie davon aus, dass es erstmal Ihr letztes Spiel war?

Starke:  Soweit ich weiß, ist Sven wieder hergestellt und kann in Stuttgart spielen.

Und für Sie ist es kein Problem, sich wieder auf die Bank zu setzen?

Starke:  Naja, der Trainer hat jetzt schon eine schwierige Entscheidung vor der Brust. (lacht)

Hat es Ihnen Spaß gemacht, nochmal auf dem Feld zu stehen?

Starke: Natürlich macht es Spaß, man genießt das. Man spielt doch gerne Fußball. Deswegen haben wir das doch alles gemacht. Allerdings habe ich jetzt ein bisschen über den Tellerrand hinaus geschaut und meine neue Aufgabe macht mir auch richtig Spaß. Von daher geht es mir ganz gut.

Sie arbeiten auf dem FC Bayern Campus als Torwartkoordinator und sind gleichzeitig zurück im Profikader. Wie sieht Ihr Alltag aus?

Starke: In der Früh findet das Training mit der Mannschaft statt. Wenn dann am Nachmittag noch Zeit ist, fahre ich zum Campus, trainiere die Jungs und bereite alles vor.

Tom Starke im Goal-Interview über den Campus

Von acht bis acht?

Starke: Von neun bis neun. (lacht)

Werden Sie in der Rückrunde noch im Kader stehen?

Starke: So lange wie die Torhüter ausfallen, bin ich noch dabei, natürlich.

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