Hansi Flick Joshua Kimmich Bayern Munchen 2021Getty Images

Hansi Flick über Thomas Müller: "Hatte das Gefühl, er wollte mich ärgern"

Hansi Flick hat seinen Vertrag beim FC Bayern auf eigenen Wunsch aufgelöst und wird nach der Europameisterschaft Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Im Mitgliedermagazin 51 gab er ein Interview zu seinem Abschied.

Dabei erklärte der 56-Jährige die besondere Rolle von Thomas Müller beim deutschen Rekordmeister. Für ihn sei der Nationalspieler ein "Phänomen": Er mache zwar "nicht immer alles richtig. Aber er bringt dir als Trainer deutlich mehr Momente der Freude als solche, in denen du dich über ihn aufregst - wenn er etwa mal wieder rausgeht zur Ecke, wo er eigentlich gar nicht sein sollte, den Ball verliert, und dann entsteht daraus ein Konter", erklärte Flick.

Flick: Kimmich kann Weltfußballer werden

Müllers Aktionen hätten den Triple-Coach von 2020 teilweise fast zum Lachen gebracht, verriet er. "Ich hatte das Gefühl, er macht das mit Absicht, um mich ein bisschen zu ärgern und das Adrenalin wieder hochzutreiben", sagte Flick und fügte an: "Aber er bedeutet für die Mannschaft und diesen Verein so unendlich viel, so jemanden wie ihn wird es nie wieder geben. Was er in seiner Karriere geleistet hat, ist einzigartig. Und noch dazu ist er absolut bodenständig und ein ganz feiner Kerl."

Neben Müller lobte Flick auch Joshua Kimmich. Den 26-Jährigen zeichne es aus, dass er "sehr fokussiert" sei. "Ich glaube, wenn er es schafft, seinen beispiellosen Ehrgeiz noch ein bisschen besser zu kanalisieren und in die richtige Richtung zu lenken, dann kann er Weltfußballer werden", erklärte Flick.

Kimmich sei schon auf mehreren Positionen ein "Weltklassespieler, aber er kann noch einen weiteren Schritt machen, und das wünsche ich ihm. Ähnlich wichtig für die Mannschaft war David Alaba, der unglaublich vielseitig ist und immer mit viel Herz spielt."

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