Hannover 96 hat sich nach dem 1:5 in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund von Trainer Andre Breitenreiter getrennt. Dies gaben die Niedersachen am Sonntagmittag bekannt. Auch Co-Trainer Volkan Bulut wurde freigestellt.
"Diese Entscheidung fällt uns und mir persönlich unheimlich schwer, weil die Zusammenarbeit zwischen Andre und mir die komplette Zeit über extrem eng und sehr vertrauensvoll gewesen ist", erklärte 96-Manager Horst Heldt.
Breitenreiter nach Herrlich und Korkut dritte Trainerentlassung
"Sein Name wird immer mit dem Aufstieg 2017 und dem letztlich souveränen Klassenerhalt im vergangenen Jahr verknüpft sein. Ihm und Volkan Bulut gilt unser großer Dank für die geleistete Arbeit und das gute Miteinander."
Hannover vollzog damit die dritte Trainerentlassung der Bundesliga-Saison - zuvor mussten bereits Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) und Tayfun Korkut (VfB Stuttgart) gehen. Bereits nach dem 0:1 gegen Werder Bremen zum Auftakt der Rückrunde hatte es Berichte über eine bevorstehende Trennung von Breitenreiter gegeben.
Effenberg oder Magath als Breitenreiter-Nachfolger?
Breitenreiter, gebürtiger Hannoveraner, hatte 96 im März 2017 übernommen und hatte kurz darauf mit den Niedersachsen die direkte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht. In der Vorsaison schaffte er mit dem Aufsteiger als Tabellen-13. unter schwierigen Bedingungen souverän den Klassenerhalt. Direkt vor der laufenden Saison wurde Breitenreiters Vertrag bis 2021 verlängert, nach der Trennung soll er eine Abfindung in Millionen-Höhe erhalten.
Als Nachfolger gab der Klub noch keine Namen bekannt, wobei das Erbe von Breitenreiter laut Mitteilung von Hannover "so zeitnah wie möglich geregelt" werden soll. Die Bild hatte als mögliche Kandidaten zuletzt Felix Magath und Stefan Effenberg ins Spiel gebracht, auch Peter Stöger, Mirko Slomka und Thomas Doll scheinen eine Option.


