Selbst den obligatorischen Handschlag mit Dieter Hecking verweigerte Thorgan Hazard. Schlimmer noch. Der Belgier würdigte den Trainer von Borussia Mönchengladbach keines Blickes, als er in der 41. Minute wütend und enttäuscht vom Feld stapfte. Hecking zog genervt die Augenbrauen hoch, er blieb jedoch bei seinem Urteil. Die frühe Auswechslung Hazards beim 1:3 (0:3) bei Fortuna Düsseldorf sei "zwingend erforderlich" gewesen, sagte der Trainer.
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"Ich habe mich über eine Sache geärgert, die ich mit ihm intern besprechen werde. Das ist nichts für die Öffentlichkeit", sagte Hecking. Die Niederlage sei jedoch nicht allein die Schuld des 26-Jährigen: "Ich hätte zu dem Zeitpunkt zehn Spieler auswechseln können."
Gladbach: Hazard zeigt Verständnis für Trainer-Entscheidung
Dennoch traf es Hazard, der seit Wochen mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird und in diesem Jahr noch ohne Tor für Gladbach ist. Die Gerüchte über einen möglichen Abschied seien "sicherlich nicht förderlich", sagte Sportdirektor Max Eberl. Er betonte aber auch: "Bislang hat er (Hazard, d. Red) eine sehr gute Saison gespielt. Wir hätten auch, bis auf Yann (Torhüter Yann Sommer), neun andere auswechseln können."
Im Anschluss an die Partie zeigte Hazard im Gespräch mit der Rheinischen Post Verständnis für seinen Trainer: "Natürlich ist man sauer, wenn man vor der Halbzeit ausgewechselt wird. Aber ich war nicht gut im Spiel und wenn ich nicht gut bin, hat der Trainer auch das Recht mich auszuwechseln. Wer nicht gut ist, muss raus."




Hazard steht in Gladbach noch bis 2020 unter Vertrag. Mit neun Toren und zehn Vorlagen in zehn Spielen gehört der 26-Jährige zu den wichtigsten Spielern bei der Borussia.

