Der 18-jährige Nigerianer Michael Obamina, der für die U19 von Rukh Lviv in der Ukraine spielt, hat im Gespräch mit GOAL und SPOX von seinen Erlebnissen der vergangenen Tage erzählt. Der Mittelfeldspieler kann die ukrainische Großstadt nach dem russischen Angriff nicht mehr verlassen.
"Das war einer der schlimmsten Momente meines Lebens", sagt Obamina über den Zeitpunkt, als ihm seine Lage richtig bewusst wurde. "Wir sind gerade aus unserem Winter-Trainingslager in der Türkei wiedergekommen. Jetzt ist alles hier durcheinander, richtig verrückt", erzählt er.
Obamina über seine Lage in der Ukraine: "Im Moment hängen wir hier fest"
Lviv liegt im Westen der Ukraine und ist die Durchgangsstation für die vor dem bewaffneten Konflikt Flüchtenden. "Das Land befindet sich im Ausnahmezustand, das System ist fast komplett zusammengebrochen", sagt Obamina und berichtet von "Angst, Sorge und vielen Unfällen", die passieren: "Wenn man rausgeht, sieht man viele Verwundete."
"Die Leute wollen unbedingt die Stadt und das Land verlassen, deshalb passieren auf den Straßen viele Unglücke", so der Nigerianer. "Wir haben ein paar Mal versucht, hier wegzukommen, aber im Moment hängen wir hier fest", ergänzt er.
Obamina unterschrieb vor einem halben Jahr bei Rukh Lviv aus der ukrainischen Premier League. Sein nigerianischer Teamkollege Vic Solomon-Otabor, der in London geboren wurde, hat es inzwischen aus der Ukraine nach England geschafft und ist dort in Sicherheit.
