FC Bayern München: Daran scheiterte der Transfer von Chelseas Callum Hudson-Odoi

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Kurz vor dem Ende der Transferphase wollten die Bayern Callum Hudson-Odoi angeblich ausleihen. Die Bedingungen sollen dem FCB nicht gefallen haben.

Der FC Bayern München hat die Verhandlungen mit dem FC Chelsea über eine Verpflichtung von Callum Hudson-Odoi (19) vor Ende der Transferperiode nicht zu einem erfolgreichen Ende bringen können. Die Gründe dafür seien vielschichtig gewesen, berichtet die Sport Bild am Mittwoch.

Demnach habe der Premier-League-Klub, bei dem Hudson-Odoi jahrelang ausgebildet wurde und den Sprung zu den Profis geschafft hatte, eine Strafzahlung gefordert, sollte der Flügelspieler beim deutschen Rekordmeister nicht genug Spielzeit und Einsätze bekommen.

Hudson-Odoi bei Chelsea oft nur zweite Wahl

Die Bayern hatten in Person von Sportvorstand Hasan Salihamidzic erneut bei den Blues vorgefühlt, um eine Leihe des englischen Nationalspielers mit anschließender Kaufpflicht zu vereinbaren. Bereits im Sommer 2019 hatte der FCB abermals offensiv um Hudson-Odoi gebuhlt, war jedoch abgeblitzt.

Statt zum FC Bayern zu wechseln, verlängerte Hudson-Odoi seinen Vertrag zu besseren Bezügen an der Stamford Bridge bis 2024. Trainer Frank Lampard hatte dem 19-Jährigen zugesichert, "eine zentrale Rolle" in seinen Plänen zu spielen.

Im Sommer 2020 sah das jedoch anders aus: Chelsea verpflichtete mit Kai Havertz, Hakim Ziyech und Timo Werner drei weitere namhafte Konkurrenten für Hudson-Odoi in der Offensive, was sich zu Beginn der Saison deutlich auf die Spielzeit des Teenagers auswirkte. In nur einem von vier Spielen seit Saisonbeginn stand Hudson-Odoi in der Startelf.

FC Bayern holt Douglas Costa statt Hudson-Odoi

Weil der FC Bayern auf dem Flügel noch eine Verstärkung benötigte, kontaktierte Salihamidzic kurz vor Ablauf der Transferperiode am 5. Oktober Chelsea-Sportdirektorin Marina Granovskaia, um einen Leihvertrag auszuhandeln.

Weil die Blues jedoch nach Sport-Bild-Angaben auf die Strafzahlung bei zu wenigen Einsätzen und eine Kaufverpflichtung mit einer Ablöse in Höhe von 77 Millionen Euro bei einer gewissen Anzahl von Spielen bestanden, nahm der FCB am Ende Abstand von einem kostspieligen Transfer. Die Höhe der für Hudson-Odoi geforderten Ablöse deckt sich mit den Informationen von Goal und SPOX.

Stattdessen holte der Rekordmeister für die vakante Flügelposition hinter Leroy Sane, Serge Gnabry und Kingsley Coman den einst an Juventus Turin verkauften 30-jährigen Douglas Costa auf Leihbasis zurück nach München. Der Brasilianer spielte von 2015 bis 2017 für den FCB und erzielte in 77 Spielen 14 Treffer (27 Vorlagen). Nach seinem Abgang zu Juve sagte der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß, dass Costa bei Bayern "nicht funktioniert" habe, weil er "ein ziemlicher Söldner" war.

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