Die Zukunft von Bayern-Trainer Hansi Flick über die Saison hinaus ist weiter vollkommen unklar, nun schaltet sich offenbar auch Vorstand Oliver Kahn ein, um für klarere Verhältnisse zu sorgen. Wie die Bild berichtet, ist noch in dieser Woche ein Gipfeltreffen zwischen Flick und dem zukünftigen Vorstandsvorsitzenden geplant.
Darin soll Flick seine Pläne darlegen, unter anderem, wie konkret sein Interesse an der Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer ist und ob er wirklich darüber nachdenke, den FC Bayern nach Ende der Saison zu verlassen. Aufgrund des angespannten Verhältnisses zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic gilt dieses Szenario als durchaus möglich.
FC Bayern München: Neustart ohne Flick?
Bisher hat sich Kahn in der Causa Flick vs. Salihamidzic merklich zurückgehalten.
Während Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge als Unterstützer Flicks gilt und mehrfach deutlich machte, den Erfolgscoach unter keinen Umständen ziehen lassen zu wollen ("Das hat nichts mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Das ist Fakt", sagte er im März in der Welt am Sonntag), sind Präsident Herbert Hainer und Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß eher dem Lager von Salihamidzic zuzuordnen.
Imago ImagesKahn ist bisher als neutraler Beobachter der Situation aufgetreten, seine Meinung könnte für eine Neuausrichtung der Machtverhältnisse sorgen. Entscheidende Auswirkungen könnte auch der Ausgang des Rückspiels im Champions-League-Viertelfinals in Paris am Dienstagabend haben. Im Falle eines Scheiterns - nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel kein unwahrscheinliches Szenario - wäre die Saison für den FC Bayern im Grunde gelaufen.
In den Pokalwettebwerben ist der FCB nicht mehr vertreten, in der Bundesliga scheint die Meisterschaft trotz des Remis gegen Union Berlin nur noch Formsache. So könnte frühzeitig ein Neustart ohne Flick ausgerufen werden.
In den vergangenen Monaten traten immer wieder Differenzen zwischen Flick und Salihamidzic zutage. Vor dem Spiel gegen Berlin erklärte der Trainer, der Kader sei "letztes Jahr besser" gewesen, auf Nachfragen zu seiner Zukunft antwortete er nur noch mit "nächste Frage". Sport1 berichtete jedoch am Montag, dass auch die Personalie Salihamidzic "zunehmend kritischer" bei den Verantwortlichen gesehen werde .


