DEUTSCHLAND
Manuel Neuer (Tor, Wertung 4/5): Der Welttorhüter wurde von den Slowaken kaum einmal gefordert. Umso beeindruckender, wie er in der 41. Minute den Kopfball von Kucka glänzend parierte. Auch beim Distanzschuss von Kucka (49.) sicher, ansonsten nicht im Blickpunkt.
Joshua Kimmich (Abwehr, Wertung 3/5): Der Youngster war offensiv zwar nicht ganz so durchschlagend wie gegen die Nordiren. Dennoch lieferte Kimmich erneut ein gutes Spiel ab. Ließ über seine rechte Seite kaum mal etwas zu, brachte zudem 87,7 Prozent seiner Pässe an den Mann.
Mats Hummels (Abwehr, Wertung 4/5): Hummels stand hinten bombenischer, beeindruckte mit seinem Stellungsspiel, das ihn brenzlige Situation schon im Ansatz erkennen ließ. Gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe, erlangte zehnmal den Ballbesitz (Bestwert im DFB-Team). Dazu mit seinem energischen Einsatz im Kopfball-Duell gegen Gregus Wegbereiter für das entscheidende 3:0.
Jerome Boateng (Abwehr, Wertung 4,5/5): Mit seinem fulminanten Volley-Schuss aus rund 20 Metern brachte Boateng die deutsche Elf auf Siegkurs. Stark im Spielaufbau, den slowakischen Gegenspielern schier haushoch überlegen. Bis zu seiner Auswechlung in der 71. Minute abermals ein blitzsauberer Auftritt.
Jonas Hector (Abwehr, Wertung 3/5): Nach vorne vor allem in der ersten Halbzeit mit viel Schwung, harmonierte gut mit Vordermann Draxler. Hector schlug mit deren acht die meisten Flanken im DFB-Team, war sicher im Passspiel. Defensiv hier und da mit Problemen - wenn die Slowaken mal ansatzweise Gefahr entfachten, dann meist über Hectors Seite.
Sami Khedira (Mittelfeld, Wertung 3,5/5): Zwar kein auffälliger, aber ein grundsolider Auftritt von Khedira im Mittelfeldzentrum. Die Abstimmung mit Nebenmann Kroos gefiel, zudem brachte der Turiner starke 93,5 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.
Toni Kroos (Mittelfeld, Wertung 4/5): Der Real-Star war wieder Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels, ordnete, verlagerte, zog die Slowaken auseinander. Mit Abstand die meisten Ballaktionen (117), gefährliche Standards, überdies extrem aufmerksam im defensiven Umschaltspiel.
Thomas Müller (Mittelfeld, Wertung 3/5): Vergab nach knapp einer halben Stunde eine aussichtsreiche Kopfball-Chance. Darüber hinaus hatte Müller nicht den ganz großen Einfluss auf das deutsche Spiel, half der Mannschaft mit seiner Beweglichkeit aber dennoch. Rieb sich in 20 Zweikämpfen auf, Höchstwert im deutschen Team.
Mesut Özil (Mittelfeld, Wertung 3/5): Özil hatte mit dem verschossenen Elfmeter einen unglücklichen Start in die Partie. Positiv: Der Spielmacher ließ den Kopf daraufhin nicht hängen, schlug mitunter gute Flanken, initiierte Torchancen. Nach der Pause verringerte sich sein Aktionsradius dann, insgesamt aber eine ordentliche Leistung des Deutsch-Türken. Lieferte die meisten Torschussvorlagen (fünf) der DFB-Elf.
Julian Draxler (Mittelfeld, Wertung 5/5): Überragender Mann auf dem Platz! Draxler rief ab, was er im Eins-gegen-Eins drauf hat, demonstrierte seine Fähigkeiten bei der Weltklasse-Vorarbeit zum 2:0 par excellence. Auch von mehreren Slowaken mitunter nicht zu stoppen, enorm spielfreudig. Dazu hatte er zum Zeitpunkt seiner Auswechslung nach rund 70 Minuten gemeinsam mit Müller die meisten Zweikämpfe (18) auf demn Konto, gewann starke 61,1 Prozent davon. Krönte seine Leistung mit dem coolen Tor zum 3:0.
Mario Gomez (Angriff, Wertung 3,5/5): Gomez war Fixpunkt in der Offensive, willkommene Anspielstation, beschäftigte die slowakischen Schränke im gegnerischen Abwehrzentrum. Zudem effektiv: Elfmeter gegen Skrtel heraus geholt, bei seinem Tor zum 2:0 eiskalt abgeschlossen. Gomez ist gut drauf.
Benedikt Höwedes (Abwehr, 71. Minute eingewechselt, ohne Wertung): Der Schalker kam in der Schlussphase für Boateng ins Spiel, war nicht mehr wirklich gefordert.
Lukas Podolski (Mittelfeld, 72. Minute eingewechselt, ohne Wertung): Podolski hatte aus Abseitsposition noch eine gute Chance. Ansonsten nicht mehr auffällig.
Bastian Schweinsteiger (Mittelfeld, 76. Minute eingewechselt, ohne Wertung): Der Kapitän erhielt noch wertvolle Spielpraxis, fügte sich nahtlos ein.
SLOWAKEI
Matus Kozacik (Tor, Wertung 3/5): Der Keeper parierte Özils Elfer stark, hatte die geringste Schuld an der Niederlage. Auch in der Schlussphase noch mit einer guten Parade, bei den Gegentreffern jeweils machtlos.
Peter Pekarik (Abwehr, Wertung 2/5): Der Herthaner hatte mit Draxler immer wieder Probleme, beim zweiten Gegentreffer war von ihm dann weit und brei keine Spur. Keine gute Leistung von Pekarik, der auch offensiv enttäuschte.
Martin Skrtel (Abwehr, Wertung 1,5/5): Eigentlich sollte der Liverpooler der Fels in der Brandung sein - war er aber nicht. Zeigte unzählige Unsicherheiten, bekam das Zentrum nie in den Griff, agierte in Zweikämpfen mit Gomez - wie bei der Elfmeterszene - teilweise unbeholfen. Hatte immerhin zehn klärende Aktionen.
Jan Durica (Abwehr, Wertung 2/5): Ebenso wie Skrtel alles andere als ein Sicherheitsfaktor. Gewann weniger als die Hälfte seiner Zweikämpfe, zeigte haarsträubende Abspielfehler. Schwach!
Norbert Gyömber (Abwehr, Wertung 2,5/5): Der Linksverteidiger war noch einer der besseren, setzte sich in den Zweikämpfe gegen die deutschen Offensiv-Wirbler auch mal durch (Erfolgsquote 66,7 Prozent). Insgesamt dann aber doch maximal Durchschnitt.
Patrik Hrosovsky (Mittelfeld, Wertung 2/5): Hrosovsky hatte im Mittelfeldzentrum speziell im ersten Durchgang enorme Mühe, für Ruhe zu sorgen. Gewann immerhin 58,3 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte aber nur 69,2 Prozent seiner Pässe an den Mann.
Milan Skriniar (Mittelfeld, Wertung 2,5/5): Hielt mitunter erfolgreich dagegen, zeigte sich passsicher und war in den Zweikämpfen ordentlich. An Skriniar lag es nicht zwingend.
Marek Hamsik (MIttelfeld, Wertung 2/5): Der Superstar aus Neapel legte gut für Kuckas Schusschance (49.) auf. Darüber hinaus kam von Hamsik aber zu wenig, die slowakischen Fans hätten sich sicher mehr von ihm erwartet. Spielte zwar die meisten Pässe bei den Osteuropäern, diese verpufften aber zumeist.
Juraj Kucka (Mittelfeld, Wertung 2,5/5): Hatte per Kopf die beste Chance der Slowaken (41.), scheiterte aber an Neuer. Offensiv insgesamt der gefährlichste Akteur der Blauen, im Defensivverhalten gegen Vorlagengeber Draxler vor dem 0:2 aber enorm stümperhaft.
Vladimir Weiss (Mittelfeld, Wertung 1,5/5): Auf Weiss ruhten viele Hoffnungen, er erfüllte sie aber keineswegs. Hatte keine einzige gelungene Aktion, ging komplett unter. Nachvollziehbar, dass er zur Pause raus musste.
Michal Duris (Angriff, Wertung 1,5/5): Kein Torschuss, nur 25 Ballaktionen. Duris hing in der Luft, hatte als Sturmspitze einer komplett unterlegenen Elf aber auch eine undankbare Aufgabe.
Jan Gregus (Mittelfeld, 46. Minute eingewechselt, Wertung 2/5): Gregus kam zur Pause in die Partie und sorgte zumindest zeitweise für etwas mehr Stabilität. Verlor jedoch vor dem 0:3 das entscheidende Kopfballduell gegen Hummels, wodruch Draxler letztlich der Treffer ermöglicht wurde.
Stanislav Sestak (Angriff, 64. Minute eingewechselt, Wertung 1,5/5): Der frühere Bochumer sollte noch einmal für Belebung sorgen, verfehlte seine Wirkung allerdings. Blieb ohne Torschuss und auch ohne Aktion im Angriffsdrittel.
Kornel Salata (Abwehr, 84. Minute eingewechselt, ohne Wertung): Kam für die letzten Minuten auf den Platz.
