Didier Deschamps über Rassismusvorwürfe von Karim Benzema: "Hat Spuren hinterlassen"

Seit dem Jahr 2015 hat Didier Deschamps Karim Benzema aufgrund dessen vermeintlichen Erpressungsversuchs gegen Mathieu Valbuena nicht mehr in den Kader der Equipe Tricolore berufen. Wie Frankreichs Nationaltrainer nun verriet, belasten ihn die Vorwürfe, die Benzema nach dem Rauswurf gegen ihn erhob, noch heute.

In einem Interview mit der spanischen Sportzeitung Marca hatte der Real-Star 2016 erklärt: "Deschamps hat sich dem Druck eines rassistischen Teils Frankreichs gebeugt." Demnach seien Benzema zufolge seine algerischen Wurzeln Grund für den Ausschluss aus dem Kader der Nationalelf gewesen.

Deschamps über Vorwürfe von Benzema: "Kann es nicht vergessen"

Die Vorwürfe trafen Deschamps hart und machten auch seiner Familie zu schaffen, wie er nun in einem Interview mit RTL verriet. "Es hat seine Spuren hinterlassen. Auch wenn es mit der Zeit etwas verblasst, kann ich es nicht vergessen", erklärte der 52-Jährige.

Deschamps führte aus: "Es geht nicht nur um Karim Benzema. Es gibt Kommentare von anderen Menschen, die Gewalt zur Folge hatten und auch meine Familie betroffen haben." So sei es normal, wenn er für seine Entscheidungen als Trainer kritisiert werde. "Aber damals ist zu weit gegangen worden“, betonte Deschamps: "Ich leide unter den Folgen. Wir können es nicht vergessen. Ich kann es nicht vergessen. Ich werde es niemals vergessen."

Gericht wies Deschamps-Klage gegen Benzema ab

Das Haus der Familie des Weltmeistertrainers war nach Benzemas Aussagen angegriffen worden und der Coach versuchte, den heute 33-Jährigen für seine Kommentare rechtlich zu belangen. Das Gericht wies die Deschamps-Klage jedoch ab.

Benzema soll im Jahr 2015 seinen Nationalmannschaftskollegen Valbuena indirekt unter Androhung der Veröffentlichung eines Sextapes erpresst haben und war deshalb aus der Nationalelf ausgeschlossen worden. Aufgrund der Vorwürfe muss sich der Mittelstürmer in diesem Jahr vor Gericht verantworten.