Christian Seifert hört als Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf. Der Geschäftsführer und Sprecher des Präsidiums wird seinen Ende Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.
Seifert arbeitet seit 15 Jahren bei der DFL und gilt als mächtigster Mann im deutschen Fußball. Im Februar 2005 war Seifert nach fünf Jahren im Vorstand der KarstadtQuelle New Media AG in die DFL-Geschäftsführung gewechselt, deren Vorsitz er am 1. Juli 2005 von Wilfried Straub übernahm. Besonders positiv hervorgetan hat sich Seifert als Krisenmanager des deutschen Profifußballs in den vergangenen Monaten während der Coronavirus-Pandemie.
"Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde", teilte der 51-Jährige mit.
Christian Seifert: "Möchte ein neues Kapitel aufschlagen"
"In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen", so Seifert weiter: "Bis dahin werde ich mich in meinen DFL-Funktionen auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren."
"Ich darf mich bei der Geschäftsführung der DFL mit Christian Seifert an der Spitze für ein hervorragendes Konzept bedanken, das die organisatorischen und medizinischen Aspekte umfassend berücksichtigt", lobte auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Mai die Arbeit von Seifert und Co: "Dieses Konzept ist die Basis für die positive und vertrauensvolle Einschätzung der Politik."
