DFB-Team: Niklas Süle übt Kritik und versteht Hansi Flick noch immer nicht

WAS IST PASSIERT? Niklas Süle kann seine Nicht-Nominierung für die drei Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft im vergangenen Juni weiterhin nicht nachvollziehen. Zudem übte der BVB-Abwehrspieler Kritik an der US-Reise des DFB-Teams im Oktober.

WAS WURDE GESAGT? "Ich habe eine gute Saison gespielt und hätte es aus meiner Sicht schon verdient gehabt, beim letzten Lehrgang dabei zu sein", sagte Süle am Mittwoch in Wolfsburg. Mit Bundestrainer Hansi Flick befinde er sich aber in einem "offenen und ehrlichen Austausch". Es gebe ein "sehr, sehr gutes Verhältnis", betonte der 28-Jährige: "Ich muss seine Beweggründe akzeptieren, ich muss sie aber nicht verstehen."

Darüber hinaus hat Süle hat die US-Reise der Nationalmannschaft im Oktober kritisiert. "Das ist nicht ganz so gut gewählt meiner Meinung nach", sagte er und begründete dies mit einigen Mitspielern bei Borussia Dortmund, die regelmäßig weite Reisen für Länderspiele antreten müssen: "Ich sehe es bei meinen Kollegen, die irgendwo hinreisen und mit Jetlag zurückkommen."

WAS IST DER HINTERGRUND? Vor den Begegnungen gegen die Ukraine (3:3), Polen (0:1) und Kolumbien (0:2) hatte Flick den wankelmütigen Süle zuerst nicht nominiert und ihn dann auch noch öffentlich angezählt. Für die wegweisenden Spiele am Samstag gegen Japan und drei Tage später gegen Frankreich holte der angezählte Bundestrainer Süle aber zurück. Die Entwicklung sei sehr positiv. Eine gute Reaktion zu sehen, sei der Zweck hinter der Nicht-Nominierung gewesen, sagte Flick zuletzt.

Die DFB-Auswahl trifft am 14. Oktober in Hartford auf die USA, am 17. Oktober (Ortszeit) geht es in Philadelphia gegen Mexiko. Dortmund erwartet bereits am 20. Oktober Werder Bremen. Vor Süle hatten sich auch Verantwortliche des BVB kritisch geäußert.

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Niklas Süle of Germany Getty ImagesNIKLAS SÜLE GERMANY WORLD CUP 01122022Getty Images
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