Arsene Wenger, ehemaliger Star-Trainer des FC Arsenal, setzt bei der anstehenden EM nicht auf das DFB-Team. "Ehrlich gesagt bin ich nicht sehr zuversichtlich", sagte er bei beIN Sports und begründete seine Meinung unter anderem mit der Zusammenstellung der Mannschaft und dem anstehenden Abschied von Bundestrainer Joachim Löw.
"Ich denke, sie haben nicht mehr die Stabilität und auch den Glauben verloren", erklärte Wenger, der nur noch eine Möglichkeit sah, dass das Turnier doch noch nach Wunsch für das DFB-Team verläuft: "Sie müssen gut starten, um eine Chance auf den Titel zu haben", so der Franzose, dessen Landsleute im ersten Gruppenspiel die Gegner Deutschlands sind.
Wenger über Löw-Abschied: "Man verliert Macht"
Den angekündigten Abschied von Bundestrainer Joachim Löw sah Wenger als ein weiteres Problem, das sich negativ auswirken könnte. "Ich habe noch nie ein Team gesehen, das es gut gemacht hat, wenn es wusste, dass der Trainer nach dem Turnier nicht mehr da ist", so Wenger. "Man verliert etwas Macht als Trainer. Die Spieler wissen, dass man bald nicht mehr da ist", erklärte er.
Zum Abschluss seiner nachdenklichen Betrachtung der DFB-Elf blickte er auch noch auf die jüngsten Ergebnisse wie das 0:6 in Spanien im November 2020 zurück. "Das Selbstbewusstsein ist nicht vorhanden, denn sie sind ein paar Mal vermöbelt worden", meinte Wenger.
