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Falls Cristiano Ronaldo Real Madrid verlässt: Es kann nur Manchester United sein!


KOMMENTAR

Gegen dieses sich abzeichnende Wechseltheater sind alle Transfersagen der letzten Sommer Kindergeburtstag! Sollte sich der Bericht der portugiesischen A Bola von Ende vergangener Woche bewahrheiten, können die Fans rund um den Globus schon einmal ihr Popcorn bereitstellen. Dann steht uns ein Wechselhickhack epischen Ausmaßes bevor - und an dessen Ende stünde womöglich der Blockbusterwechsel des aktuell besten Fußballers der Welt: Cristiano Ronaldo könnte Real Madrid verlassen. Und sollte es tatsächlich so weit kommen, dann kann es für ihn nur ein Ziel geben: Manchester United .

Transfergerücht: Ronaldo will nur nach Manchester

A Bola hatte geschrieben, CR7 habe bei Real seinen Wechselwunsch hinterlegt und sein Entschluss, dem spanischen Rekordmeister in diesem Sommer den Rücken zu kehren, sei "unumstößlich". Ronaldo fühle sich nach der Anklage wegen Steuerhinterziehung in Höhe von mehr als 14 Millionen Euro von den spanischen Behörden unfair behandelt und von seinem Verein nur mangelhaft unterstützt.

Cristiano Ronaldo: "Es gibt kein Zurück"

Ein Dementi zum Freigabegesuch des Portugiesen gab es weder von ihm selbst noch von Real Madrid. Dafür legte die Marca nach und schrieb, der amtierende Ballon-d'Or-Sieger habe seinen Mannschaftskameraden in der Nationalelf erklärt: "Ich verlasse Real Madrid. Ich habe meine Entscheidung getroffen, es gibt kein Zurück."

GFX Cristiano Ronaldo 17062017Getty Images

Berichte wie diese, die einschlugen wie eine Bombe, lassen die finanzkräftigen Klubs überall auf der Welt hellhörig werden. Denn tatsächlich können sich nur eine Handvoll Klubs Ronaldo leisten. Wenn überhaupt! Der Superstar verlängerte im vergangenen November noch seinen Vertrag in Madrid bis 2021 und darin ist die astronomische fixe Ablösesumme von einer Milliarde Euro verankert.

Das hat symbolischen und abschreckenden Wert, ist aber keinesfalls realistisch. Ronaldo ist 32 Jahre alt und sollte er tatsächlich auf einen Wechsel drängen, wird Real seine Forderung entsprechend anpassen müssen. Die Marca schreibt, 200 Millionen Euro hätte ein Interessent für den Linksaußen auf den Tisch zu legen. Womöglich pendelt sich die Summe am Ende bei rund 180 Millionen Euro ein.

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Wer also könnte diese kolossale Ablöse (und ein horrendes Gehalt) zahlen? Der FC Barcelona eventuell, aber ein Transfer des ewigen Messi-Rivalen nach Katalonien ist völlig unrealistisch. In Deutschland sind die Bayern der finanzstärkste Klub, aber in dieser Region wird der Rekordmeister keineswegs in einen einzelnen Spieler investieren. Klubs aus China verfügen über enorme Ressourcen und wären in der Lage, einen solchen Deal zu stemmen. Doch Ronaldo ist derart gut drauf und erfolgsbesessen, dass es schwer vorstellbar scheint, dass er sich in die sportliche Zweitklassigkeit verabschiedet.

United muss für Ronaldo All-In gehen

In England wären Manchester City und Chelsea Kandidaten. Allerdings haben beide Vereine ihre Philosophie aktuell auf andere Spielertypen ausgerichtet und es käme überraschend, sollten sie um Ronaldo mitbieten. Bliebe auf der Insel noch sein Ex-Verein Manchester United und aus der Ligue 1 der entthronte Meister Paris Saint-Germain . Sie verfügen über das nötige Kleingeld, starke Mannschaften, mit denen Titelgewinne möglich sind, und über den Appeal, einen Star wie Ronaldo an Land zu ziehen.

Sollte es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Schwergewichte kommen, muss United alles tun, um den Angreifer zurück ins Old Trafford zu holen. Eine Ronaldo-Verpflichtung wäre für die Red Devils nicht nur sportlich sinnvoll, sondern auch ein echtes Statement. Eine Ansage an die Konkurrenz, dass der Klub alles, wirklich alles, unternehmen wird, um endlich wieder in England und Europa zur absoluten Spitzenklasse zu gehören.

Die erfolgsverwöhnten Fans lechzen nach den mageren Jahren der Post-Ferguson-Ära danach, wieder um die ganz großen Titel zu kämpfen. Böses Blut zwischen ihnen und Ronaldo gab es trotz dessen Wechsel zu Real 2009 nicht. Im Gegenteil: Sie nähmen ihn mit Kusshand zurück. Auch in dem Wissen, dass er ihr Angriffsspiel auf ein neues Level heben könnte. Im Web sind viele Anhänger seit Tagen schon komplett aus dem Häuschen ob der Möglichkeit, den verlorenen Sohn wieder im roten Dress zu sehen.

United sucht nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic und dem möglichen Verkauf Wayne Rooneys in der Tat noch nach einem großen Kaliber für den Sturm. Wunschkandidat Antoine Griezmann bleibt bei Atletico Madrid. Ronaldos Real-Kollege Alvaro Morata galt als aussichtsreicher Kandidat. Aber ist er das dann immer noch, wenn Geschäftsführer Ed Woodward ernsthaft um Ronaldo mitbieten kann?

Der Hype um Ronaldo in Manchester wäre grenzenlos

180 Millionen Euro wäre auch für ManUnited eine Menge Geld. Aber wenn es ein Spieler wert ist, den Ablöserekord zu pulverisieren, dann ist das Ronaldo. Kein Athlet auf der Welt lässt sich besser vermarkten. Der Hype um ihn wäre grenzenlos, die Trikotverkäufe, da muss man kein Prophet sein, gingen durch die Decke. Mit Merchandise könnte der Klub einen ordentlichen Batzen der Summe wieder hereinholen. Und wenn ein Klub weiß, wie Marketing geht, dann ist das der englische Rekordchampion.

Sportlich gibt es derweil (noch) keine Zweifel an CR7. Hinter ihm liegt das beste Jahr seiner Karriere, er gewann nahezu alles, was es zu gewinnen gab, inklusive des dritten Champions-League-Titels binnen vier Spielzeiten. Vom Viertelfinale bis zum Endspiel erzielte er auf dem Weg zum Triumph in Cardiff satte zehn Tore und ließ einmal mehr alle Kritiker verstummen. Ronaldo ist ein ungemein harter Arbeiter, der wie ein Besessener trainiert. Auch deshalb steht nicht zu erwarten, dass in Kürze der Karriereknick erfolgt. Dennoch: Er ist 32 Jahre alt und es muss die Frage gestellt werden, wie lange er noch absolute Weltklasse verkörpert.

Bayern München dementiert Interesse an Cristiano Ronaldo

Abzuwägen, wie lange man Ronaldo noch Top-Leistungen zutraut, ist ebenso ein Knackpunkt wie das Verhältnis des Portugiesen zu Landsmann Jose Mourinho. Als The Special One sich 2014 von Real Madrid verabschiedete, hatte er nicht nur Gutes über den Angreifer zu sagen. Das Verhältnis der beiden galt vor allem im letzten Jahr als nicht mehr sonderlich herzlich. Die Frage ist, ob es irreparabel geschädigt wurde.

Und Ronaldo? Der hat zwischen 2003 und 2009 bereits erfolgreich in der Premier League gespielt. Dort entwickelte er sich vom Schönspieler zur Tormaschine, dort wurde er erstmals Weltfußballer und mit United holte er zum ersten Mal die Champions League. Dort könnte er sich weiter auf allerhöchstem Niveau beweisen und United zum ersten Meistertitel nach einer gefühlten Ewigkeit zu führen, klingt durchaus nach einer reizvollen Aufgabe.

United empfinge CR7 mit offenen Armen

Der Europameister hat sich stets positiv über seinen ehemaligen Verein geäußert. Er hat von seiner Zeit dort geschwärmt und immer betont, wie wichtig die Erfahrungen im Old Trafford für seine Entwicklung gewesen seien. Für ihn wäre es auch eine Art des Heimkommens. Gerade jetzt, wo er sich in Madrid nicht gut unterstützt fühlt, käme er zurück an einen Ort, an dem er gewiss mit offenen Armen empfangen wird.

Ein Deal wie eine mögliche Ronaldo-Verpflichtung umfasst enorm viele Variablen, die allesamt berücksichtigt werden müssen und der Weg dorthin wäre gewiss lang. Doch was vor einer Woche noch komplett unrealistisch erschien, wirkt mittlerweile möglich. United muss seinen Hut in den Ring werfen – und die Fans dürfen sich das Popcorn bereitstellen.

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