Die Spieler der portugiesischen Nationalmannschaft hatten sich in der Puskas Arena zu Budapest formiert, standen in Reih und Glied, um ihre Hymne "A Portugesa" mitzuschmettern. Einzig Cristiano Ronaldo, als Kapitän der Selecao rechtsaußen positioniert, stach aus jener Szenerie heraus.
Anders als seine Teamkollegen, die den Blick in Richtung Haupttribüne richteten, stand der Superstar, der aus vollster Inbrunst mitsang, schräg - während seine Hand auf der Schulter von Torhüter Rui Patricio ruhte.
Cristiano Ronaldo: Der Blick geht in Richtung Portugal-Flagge
Eine Aktion, die nicht zum ersten Mal bei CR7 zu beobachten war, Ronaldo zeigte sich in der jüngeren Vergangenheit schon häufiger in untypischer Hymnenposition. Obwohl der fünfmalige Weltfußballer bereits seit 17 Jahren für die Nationalmannschaft Portugals aufläuft, empfindet er es nach wie vor als große Ehre, sein Land auf dem Fußballplatz zu vertreten. Dementsprechend blickt der 36-Jährige in Richtung portugiesische Flagge, sobald die Hymne ertönt.
Ähnlich hielt es die gesamte walisische Nationalmannschaft bei diesem Turnier. Sowohl im Vorfeld des 1:1 gegen die Schweiz als auch im Duell mit der Türkei (2:0) stellten sich Dragons in Ronaldo-Manier seitlich.
Imagen: GettyGenerell pflegt Ronaldo eine wahre Hymnen-Leidenschaft: Der EM-Rekordtorschütze singt nämlich nicht nur die Nationalhymne begeistert mit, sondern wurde während seiner langen, ruhmreichen Karriere immer wieder dabei beobachtet, wie er auch die legendäre Champions-League-Hymne mitsang.
CL-Hymnen-Komponist: "Wenn ein Cristiano Ronaldo die Hymne mitsingt, ..."
Ganz zur Freude von Komponist Tony Britten übrigens, aus dessen Feder das berüchtigte Stück stammt: "Wenn ich damals gewusst hätte, wie sich die Champions League entwickeln würde, hätte ich es wahrscheinlich als riesige Herausforderung betrachtet, dieses Stück zu schreiben. Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung hatte, wie einflussreich dieses Projekt werden würde", sagte er 2020 im Interview mit Goal und SPOX.
Mit Blick auf Ronaldos Faszination für die Hymne, erklärte er: "Wenn ein Cristiano Ronaldo die Hymne mitsingt, bin ich einfach demütig und froh, dass die Musik so einen positiven Effekt gehabt zu haben scheint."
Einen positiven Effekt hatte am vergangenen Dienstagnachmittag offenbar die portugiesische Hymne auf Ronaldo und sein Team. Der amtierende Europameister bezwang die Ungarn dank eines fulminanten Schlussspurts mit 3:0, die beiden letzten Treffer erzielte der Hymnen-Aficionado höchstselbst.


