Cristiano Ronaldo Manchester United 2021Getty

Cristiano Ronaldo bietet sich bei Barcelona an? Was hinter dem wilden Bericht aus Spanien steckt

"Cristiano Ronaldo bietet sich bei Barca an!" So ist eine Meldung der Mundo Deportivo am Dienstagmorgen überschrieben.

Es heißt auch noch, dass sich Ronaldo bei Manchester United nicht mehr wohlfühle und daher über Gerard Pique Kontakt zu Barcelona-Trainer Xavi aufgenommen habe. Zudem verhandele CR7-Berater Jorge Mendes bereits mit Barca-Präsident Joan Laporta über den Transfer.

"Es könnte der Knaller des Wintertransferfensters und die Unterschrift des Jahrhunderts werden", beginnt der Haupttext des Artikels. Nun ist die Mundo Deportivo eine seriöse und gut informierte spanische Zeitung: Bahnt sich da also etwa tatsächlich ein spektakulärer Transferhammer an?

Cristiano Ronaldo zu Barca? Nur ein Aprilscherz

Alle Fantasten unter Euch müssen wir jetzt leider enttäuschen, denn dem ist mitnichten so. Vielmehr hat der Bericht der Mundo Deportivo etwas mit dem heutigen Datum zu tun, dem 28. Dezember. Auf diesen fällt in Spanien nämlich der Dia de los Santos Inocentes, übersetzt "Der Tag der unschuldigen Heiligen". Er ist vergleichbar mit dem 1. April in Deutschland und in ganz Spanien (sowie in einigen lateinamerikanischen Ländern) werden an diesem Tag traditionell Scherze gemacht, um andere auf die Schippe zu nehmen.

Die Medien haben diese Tradition schon lange adaptiert und verbreiten sie auf ihre Weise, indem sie Nachrichten erfinden und diese dann auch noch extrem überspitzt darstellen - so wie es die Mundo Deportivo eben im Fall des angeblichen Wunsches Ronaldos, zu Barca zu wechseln, getan hat.

Wenngleich in diesem Gerücht also nicht das geringste Fünkchen Wahrheit steckt, lohnt es sich dennoch, sich die absurden Ausführungen der Mundo Deportivo etwas genauer zu Gemüte zu führen und sich darüber zu amüsieren. So schreibt das Blatt, dass Xavi Pique angewiesen habe, von Ronaldo zu fordern, dass der Portugiese vor einem Wechsel an seinem Stellungsspiel arbeiten müsse. CR7 habe sich zu diesem Zweck extra ein spezielles Buch gekauft.

Cristiano Ronaldo: Europa League als Motivation

Zudem solle Ronaldo in Lionel Messis Haus in Barcelona wohnen können - vorausgesetzt, er luchst dem Argentinier keinen seiner sieben Ballon d'Ors ab. "Wenn er sich um die Trophäen kümmert und keine von ihnen mitnimmt, wäre es kein Problem, ihm das Haus zu vermieten", so Messis fiktives Zitat.

Zudem stecke auch Ronaldos Motivation, die Europa League zu gewinnen, hinter dem Wechsel zu Barca. Schließlich sei dies ein Titel, den Messi noch nie gewonnen hat - so könnte er La Pulga künftig etwas voraushaben.

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