ROMAN BÜRKI BORUSSIA DORTMUND CHAMPIONS LEAGUE 11122019Getty Images

BVB-Held Roman Bürki: "Ich musste mich schon zusammenreißen"


HINTERGRUND

Bis kurz vor Schluss musste Borussia Dortmund zittern, ehe der Einzug ins Achtelfinale der Champions League durch das 2:1 gegen Slavia Prag und die gleichzeitige Schützenhilfe durch den FC Barcelona perfekt war. Bedanken konnten sich die Schwarz-Gelben vor allem bei Torhüter Roman Bürki, der mit zahlreichen Glanzparaden den Sieg seiner Mannschaft sicherstellte. Nach dem Spiel äußerte sich der Schweizer vor den Journalisten.

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Sie haben einen Ball fallen lassen, was war da los?

Roman Bürki: Das hat mich aber auch aufgeregt … (lacht)

An das Spiel werden Sie sich aber trotzdem noch sehr gerne erinnern, oder nicht?

Bürki: Ich werde mich deswegen daran erinnern, weil das Spiel eine besondere Bedeutung hatte. Wir haben gewonnen, Barcelona hat gewonnen und somit ist der Verbleib in der Champions League gesichert. Deshalb bin ich enorm stolz.

Endlich konnten Sie auch wieder Ihren Teil zum Erfolg beitragen.

Bürki: In den letzten Wochen hatte ich nicht die Möglichkeit, mich so auszuzeichnen und der Mannschaft mal zu helfen. Deswegen bin ich sehr erleichtert und glücklich darüber, dass wir es heute geschafft haben.

Was bedeutet es Ihnen, dass Sie nach dem Spiel vor der Südtribüne von den Fans gefeiert wurden?

Bürki: Das bedeutet mir sehr viel. Es kam dann auch alles zusammen. Wir haben uns für die K.-o.-Phase qualifiziert, ein sehr schweres Spiel hinter uns gehabt, ich konnte viel dazu beitragen, dann noch die Fans ... Ich musste mich schon zusammenreißen, dass die Emotionen nicht Überhand nehmen.

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Mats Hummels hat Sie eben einen Asketen genannt. Gibt es trotzdem etwas, was Sie sich heute noch gönnen werden?

Bürki: Nein, jetzt in solchen Wochen, in denen so viele Spiele stattfinden, trinke ich keinen Alkohol. Ich gehe jetzt nach Hause und will einfach nur ins Bett. Mir tut alles weh. Ich möchte gerne morgen ausschlafen, aber der Trainer hat schon wieder ein Training angesetzt.

Wie haben Sie eigentlich die Momente erlebt, in denen Slavia drei sehr gute Chancen in ganz kurzer Zeit hatte?

Bürki: Es ist natürlich sehr hektisch. Sie kamen mit sehr viel Power, sind viel gelaufen. Sie sind sehr robust. Das hat man auch bei den Standardsituationen gesehen. Vor allem bei hohen Bällen waren die gefährlich. Da hatten wir unsere Schwierigkeiten. Den einen Ball habe ich ehrlich gesagt schon drin gesehen, der dann noch daneben geköpft wird.

Denken Sie, dass dieses Spiel heute und das Weiterkommen für die letzten Spiele nochmal einen richtigen Schub geben wird?

Bürki: Wir sollten uns jetzt nicht kleiner machen, als wir sind. Wir haben gerade eine sehr gute Gruppe in der Champions League überstanden. Wir müssen auch mit Selbstvertrauen auftreten. Wir haben Charakter gezeigt, zwei Spiele in kürzester Zeit mit einem Mann weniger über die Zeit gebracht. Und wir müssen Vertrauen haben in das System, weil es gut ist und nicht jede Mannschaft in der Lage ist, uns so unter Druck zu setzen, wie Prag das gemacht hat.

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