Ab der Saison 2024/25 soll die Champions League reformiert und dann mit 36 Vereinen in einem neuen Modus ausgetragen werden. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke befürwortet das sogenannte "Schweizer Modell" - weil damit eine Super League der Top-Klubs vermieden würde.
Statt einer Gruppenphase sieht der Reformvorschlag vor, dass man sich über ein Ligensystem für das Achtelfinale qualifizieren kann: Wer in der Tabelle unter den ersten Acht steht, kommt weiter. Die folgenden 16 Klubs spielen um die verbliebenen acht Plätze im Achtelfinale.
"Der entscheidende Punkt, warum ich für das Schweizer Modell eintrete, ist, dass es in meinen Augen der einzige Weg ist, um eine Super League der internationalen Topklubs zu verhindern", sagte Watzke den Ruhr Nachrichten.
BVB-Boss Watzke über Banner der Dortmund-Fans
Watzke äußerte sich auch zum Protestplakat der Dortmunder, das beim CL-Heimspiel gegen den FC Sevilla am Dienstag auf der leeren Südtribüne prangte. "Stop UCL reforms" war darauf zu lesen. Der 61-Jährige sagte, er habe sich bei der UEFA dafür eingesetzt, "dass dieses Banner dort hängen darf".
Und dies, obwohl er wie beschrieben anderer Meinung ist: "Ich halte das Schweizer Modell für gut, weil es mehr Abwechslung verspricht. Unabhängig von meiner Meinung ist mir aber die Diskussionskultur in unserem Verein wichtig, solang sich alle an die Spielregeln halten und niemand beleidigt wird. Dann muss man auch andere Meinungen aushalten können", sagte Watzke.
Er sei sich zudem ziemlich sicher, "dass sich unsere aktive Fanszene mit diesem Banner eher gegen eine mögliche Super League aussprechen wollte", so Watzke weiter.