HINTERGRUND
Fragt man nach rund um das inzwischen auf den Namen Stadio Diego Armando Maradona getaufte Stadion in Neapel, welcher Fußballer denn in der jüngeren Vergangenheit die Ikone der Stadt war, hört man vor allem einen Namen: Marek Hamsik.
Der Slowake verkörperte die Wiederauferstehung der SSC Neapel im vergangenen Jahrzehnt wie kaum ein anderer Spieler, sein Ansehen in der Stadt am Vesuv reicht fast schon an jenes des argentinischen Weltstars Maradona heran, der im vergangenen Jahr starb.
Hamsik in Neapel Teil einer gefürchteten Offensive
Sage und schreibe 520 Spiele absolvierte Hamsik für Napoli, viele Jahre war er Kapitän und bildete in seiner Hochzeit mit Gonzalo Higuain, Lorenzo Insigne und Jose Callejon eine europaweit gefürchtete Angriffsreihe. Erst im Februar 2019 endete die Liebesbeziehung zwischen Hamsik und Neapel, als er dem Ruf des Geldes folgte und nach China wechselte.
Doch schon einige Jahre vorher hätte das Kapitel Neapel für Hamsik zu Ende gehen können. Denn Borussia Dortmund hatte mehr als nur loses Interesse an einer Verpflichtung des Slowaken. Im Sommer 2016 fanden ernsthafte Gespräche statt, nachdem Henrikh Mkhitaryan den Klub Richtung Manchester United verlassen hatte. Auf der Suche nach Ersatz rückte Hamsik in den Fokus.
Gerry Images"Ich wäre fast mal beim BVB gelandet und habe mit dem Klub verhandelt, das stimmt. Aber die Gespräche waren nicht so einfach", verriet Hamsik einst der Sport Bild . Knackpunkt: der BVB musste erst Spieler verkaufen, um Hamsik holen zu können. "Das hat sich bis in den August gezogen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon die Vorbereitung mit Neapel begonnen und wollte nicht mehr weg", schilderte Hamsik.
BVB holt Götze statt Hamsik
In jenem Sommer holte der BVB stattdessen unter anderem Ousmane Dembele sowie Andre Schürrle und machte die im Rückblick wenig ertragreiche Rückholaktion von Mario Götze perfekt. Für Hamsik hingegen ging es in Neapel weiter, wo er in der folgenden Saison in 49 Pflichtspielen an 24 Treffern beteiligt war.
Nach einer weiteren guten Saison 2017/18 folgte ein enttäuschendes erstes Halbjahr in der Saison 2018/19, die im Februar dann zur Trennung führte. Nach zwei Jahren in China kehrte Hamsik im März nach Europa zurück und schloss sich für ein kurzes Intermezzo dem IFK Göteborg an. Seit Juli steht der slowakische EM-Fahrer bei Trabzonspor in der Türkei unter Vertrag.




