Mittefeld-Juwel Kai Havertz von Bayer Leverkusen strebt angeblich keinen Wechsel zum FC Bayern München an. Das berichtet das Fachmagazin kicker.
Demnach habe das Umfeld beim Rekordmeister den gebürtigen Aachener abgeschreckt. Havertz wolle sich nicht auf die "Münchner Ellenbogengesellschaft" an der Säbener Straße einlassen. Nach Informationen von Goal und SPOX hat der Mittelfeldspieler noch keine endgültige Entscheidung über seine Zukunft getroffen, wägt gemeinsam mit seiner Familie noch alle Optionen ab.
Der 20-Jährige wurde in den vergangenen Monaten vor allem mit einem Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt in Verbindung gebracht. Neben den Bayern sollen aber auch der FC Liverpool und der FC Barcelona ein Auge auf den Nationalspieler geworfen haben.
Bleibt Kai Havertz bei Bayer Leverkusen?
Laut kicker kann sich Havertz - Stand jetzt - überraschenderweise allerdings einen Verbleib bei der Werkself vorstellen. Da Bayer 04 trotz der aktuellen Corona-Krise nicht von seiner Ablöseforderung abrückt, die bei mindestens 100 Millionen Euro liegt, könnten potenzielle Interessenten im kommenden Sommer ohnehin Abstand von einem Transfer nehmen.
"Ein Verbleib wäre nicht schlecht für Kais Entwicklung und muss ja nicht ausschließen, dass er sich bereits im Sommer mit einem anderen Verein über einen Wechsel einigt", sagte Ex-Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser erst vergangene Woche im Gespräch mit Goal und SPOX und legte Havertz einen Transfer ins Ausland nahe: "Kai würde dort Erfahrungen sammeln, die er in Deutschland wohl nicht sammeln würde. Es sei denn, er geht zum FC Bayern. Man muss aber auch sagen: Nicht alle Spieler, die in diesem Alter und mit diesem Talent nach München gegangen sind, haben sich dort positiv entwickelt."
Als Alternative bringt der kicker das "Timo-Werner-Modell" ins Spiel: Havertz könnte wie Werner bei Leipzig seinen bis 2022 laufenden Vertrag zu verbesserten Bezügen verlängern und für eine festgelegte Ablöse unter 100 Millionen Euro im Sommer 2021 gehen.
Nachdem Havertz in der Hinrunde ein zwischenzeitliches Leistungstief durchlief, hat er sich mittlerweile wieder zu einer wichtigen Säule im Team von Peter Bosz gemausert. Allein im Kalenderjahr 2020 steuerte er wettbewerbsübergreifend sieben Tore sowie sieben Vorlagen bei.




