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EM-Bilanz: War Belgien schon einmal Europameister?

Belgien steht als einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf den EM-Titel im Viertelfinale, in dem die Roten Teufel an diesem Freitag (ab 21 Uhr im LIVE-TICKER) in München auf Italien treffen. Für die goldene, aber alternde Generation ist es vielleicht die letzte Möglichkeit, in dieser Konstellation nochmals um den EM-Titel zu kämpfen.

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Zwar ist Stürmer Romelu Lukaku überzeugt, dass die Mannschaft besser sei als bei der vergangenen WM, als man im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Frankreich (0:1) verloren hat, aber nach der EM stehen die Roten Teufel vor einem Umbruch. Beim aktuellen Turnier liegt das Durchschnittsalter im belgischen Kader bei 29,1 Jahren.

Ihr interessiert Euch für die EM-Bilanz des Geheimfavoriten, der seit Oktober 2018 die FIFA-Weltrangliste anführt, und eigentlich nicht mehr als solcher bezeichnet werden kann? Goal verrät Euch, wie die belgische Nationalmannschaft bei EM-Turnieren abgeschnitten hat und ob die Roten Teufel vielleicht sogar schon Europameister waren.

EM-Bilanz: So hat Belgien in den vergangenen Jahren abgeschnitten

EMTeilnahme bis ...Platzierung
1960nicht teilgenommen 
1964nicht qualifiziert 
1968nicht qualifiziert 
1972Spiel um Platz 33
1976nicht qualifiziert 
1980Finale2
1984Gruppenphase-
1988nicht qualifiziert 
1992nicht qualifiziert 
1996nicht qualifiziert 
2000Gruppenphase-
2004nicht qualifiziert 
2008nicht qualifiziert 
2012nicht qualifiziert 
2016Viertelfinale-

War Belgien schon einmal Europameister? Das waren die besten EM-Platzierungen

1972 stürmte Belgien bei der EM im eigenen Land bis ins Halbfinale, musste sich dort allerdings gegen den späteren Europameister Deutschland geschlagen geben. Die Roten Teufel unterlagen im Bosuilstadion in Antwerpen mit 1:2. Geld Müller (24., 71.) erzielte beide Tore für Deutschland, Lon Polleunis (83.) gelang nur der Anschlusstreffer für Belgien.

Im anschließenden Spiel um Platz Drei - das bei der aktuellen EM übrigens nicht ausgetragen wird - traf die belgische Mannschaft auf Ungarn, das im Halbfinale an der UdSSR gescheitert war. Die Roten Teufel gewannen nach Toren von Raoul Lambert (24.) und Paul van Himst (28.) mit 2:1, daran änderte auch der verwandelte Elfmeter von Lajos Kü (53.) nichts.

Thorgan Hazard Eden Hazard Belgium Portugal Euro 2020 GFXGetty/Goal

Acht Jahre nach diesem Erfolg erreichte Belgien sogar das Endspiel. Im Gegensatz zur aktuellen EM wurde 1980 jedoch in zwei Gruppen zu jeweils vier Mannschaften gespielt, aus denen sich die Gruppenersten unter Aussparung weiterer Spiele direkt für das Finale qualifizierten. Dort wartete im Olympiastadion in Rom erneut die deutsche Mannschaft.

Schon in der zehnten Minute war Deutschland durch Horst Hrubesch in Führung gegangen, ehe der Schiedsrichter nach einem Foulspiel von Uli Stielike auf Elfmeter entschied, und Rene Vandereycken (75.) den Ausgleich erzielte. In der 88. Minute war es erneut Hrubesch, der den Siegtreffer erzielte und Deutschland zum zweiten EM-Titel nach 1972 führte.

EM-Bilanz: War Belgien schon einmal Europameister?

Insgesamt hat Belgien bislang an fünf EM-Endrunden teilgenommen, zum Henri-Delaunay-Pokal hat es allerdings noch nicht gereicht. Schon beim vergangenen EM-Turnier zählte die Mannschaft des damaligen Trainers Marc Wilmots zu den Favoriten, musste nach einer 1:3-Niederlage gegen Wales im Viertelfinale allerdings frühzeitig die Heimreise antreten.

Bei dieser EM möchte sich die "Goldene Generation" die Sehnsucht nach dem ersten Titel erfüllen. "Nichts bereitet dich besser vor als die Erfahrung vorheriger Turniere", sagt Trainer Roberto Martinez: "Wir haben bei der vergangenen WM Platz drei erreicht, das Halbfinale zwar verloren, aber insgesamt sechs Spiele gewonnen. Das macht dich zu einem anderen Team."

Für Belgien ist der EM-Titel nur noch drei Siege entfernt. Sollte man sich am Freitag im Viertelfinale gegen Italien (ab 21 Uhr im LIVE-TICKER) durchsetzen, würde es der Ranglistenerste im Halbfinale am kommenden Dienstag entweder mit der Schweiz oder Spanien zu tun bekommen. Im Finale am 11. Juli könnte mit England ein weiterer schwerer Gegner warten.

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