WAS IST PASSIERT? Hertha BSC muss für die Einhaltung der DFL-Richtlinien und die damit einhergehende Lizenzerteilung kräftig sparen. Das gilt auch für die berühmte Berliner Nachwuchsakademie. Wie die Bild nun berichtet, könnte die Senkung der Ausgaben dazu führen, dass einige Top-Talente das Herthaner Nachwuchsleistungszentrum verlassen wollen. Interessenten aus dem In- und Ausland wie etwa der FC Bayern München oder Borussia Dortmund sollen bereits Schlange stehen.
WAS IST DER HINTERGRUND? Um die Kosten der Jugendakademie zu reduzieren, sollen sowohl im Zusammenhang mit Auswärtsreisen (etwa reduzierte Reisebusse für die Anreise oder gestrichene Übernachtungen im Vorfeld des Spiels) als auch mit dem täglichen Leben im Internat (Übernachtungsmöglichkeiten) sowie beim Personal (Pädagogen, Psychologen, Köche) Einsparungen vorgenommen worden sein.
WIE GEHT ES WEITER? Einige Top-Talente der Hertha stehen in Deutschland sowie im Ausland unter genauer Beobachtung. Der bekannteste Wechselkandidat ist kein anderer als Trainersohn Bence Dárdai. Der U17-Europameister aus dem vergangenen Sommer, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung die U17-WM-Endrunde im November verpasst hatte, hat dem Bericht zufolge seinen Profivertrag noch nicht unterschrieben und sein Förderpapier soll Ende der aktuellen Saison auslaufen. Mit Borussia Mönchengladbach aus dem In- sowie Ajax Amsterdam, Juventus Turin und AC Mailand aus dem Ausland sollen einige Topklubs am jüngsten Dárdai-Sohn Interesse haben.
Doch auch der FC Bayern München ist heiß auf die Hertha-Talente: Besonders der 16-jährige Sechser Boris Lum und der 15-jährige Abwehrspieler Cassiano Kiala sollen im Visier des Rekordmeisters stehen. Auch Bayer 04 Leverkusen hat wohl Interesse an eben diesen Youngstern. Zumindest Lum würde wohl teuer werden; er soll bereits einen langfristigen Vertrag unterschrieben haben.
Weiteres Interesse gibt es zudem am 16-jährigen Flügelspieler Jelani Ndi, der von Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart umworben werden soll. Der 15-jährige Mittelstürmer Niklas Hildebrandt kam im Sommer aus Cottbus und entschied sich gegen den VfL Wolfsburg und RB Leipzig, welche jetzt ihre Chancen wittern. Selbiges Duo soll zudem am 16-jährigen Achter Patrice Čović, dem jüngeren Sohn von Ex-Trainer Ante Čović, interessiert sein.
Neben dem Dárdai-Sohn soll mit dem 16-jährigen Mittelfeldmann Kian Todorovic zudem ein weiterer Hertha-Jungspund auf der Wunschliste Gladbachs stehen - auch Eintracht Frankfurt buhlt angeblich um dessen Dienste. Die Hertha-Talente sind in Deutschland heiß begehrt.
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