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DFB-Pokal

Borussia Dortmund: Aubameyang erfolgreich auf Rekordjagd

15:00 MESZ 25.05.17
Pierre-Emerick Aubameyang Borussia Dortmund 22042017
Der frisch gekürte Torschützenkönig stellt den Rekord einer Vereinslegende ein. Wie viele Treffer noch folgen, klärt sich wohl bis Ende der Woche.

Nachdem Pierre-Emerick Aubameyang sich erstmals den Titel des Torschützenkönigs gesichert hatte, sorgte er im Interview mit Sky für Erstaunen - vor allem bei seinem Italienisch-Übersetzer Massimo Mariotti. "Ich weiß es noch nicht, das werden wir im Laufe der Woche sehen", hatte der Stürmerstar mit Bezug auf seine Zukunft beim BVB erklärt. Mariotti schaute Aubameyang überrascht an und sicherte sich ab, dass er dies wirklich wiedergeben solle. Diese Szene blieb hängen. Letztlich verwies der Übersetzer - etwas diplomatischer - auf ein klärendes Gespräch nach dem Finale im DFB-Pokal

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Dort kann der Gabuner nach der Torjägerkanone auch den ersten großen Titel mit dem BVB einfahren. Dass dieser Titel entscheidend sein wird für seine Zukunftsplanung, ist unwahrscheinlich. Gewiss ist aber, dass Borussia Dortmund nicht nur ein Paradiesvogel verloren gehen würde, sondern auch ein genialer Torjäger.

"Emmas" Rekord eingestellt 

Aubameyang ist als vierter Torschützenkönig des BVB nach Robert Lewandowski (2013/14), Marcio Amoroso (2001/02) und Lothar Emmerich (1965/66) in die Annalen eingegangen. 119 Tore schoss Aubameyang in 188 Pflichtspielen für die Borussia. Zum Vergleich: Robert Lewandowski, mit dem er in seiner ersten Saison in Dortmund (2013/14) noch zusammen spielte, schoss "nur" 103 Tore in 187 Pflichtspielen.

Wenn Aubameyang tatsächlich den internationalen Lockrufen widersteht und seinen Vertrag bis 2020 erfüllt, würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgerechnet Sportdirektor Michael Zorc als Rekordtorjäger des Vereins ablösen. Zorc traf 159 Mal für die Borussen. 

Mit einer anderen Vereinslegende ist "Auba" am vergangenen Wochenende übrigens gleich gezogen: dem 2003 verstorbenen Lothar Emmerich. Nur "Emma" erzielte innerhalb einer Bundesliga-Saison ebenfalls 31 Tore. Überhaupt: Diese Marke erreichte in den vergangenen 40 Jahren kein anderer Spieler in der Bundesliga - kein Lewandowski, kein Gomez, kein Grafite und auch kein Ailton. Der letzte war Dieter Müller, der in der Saison 1976/77 für den 1. FC Köln 34 Buden schoss. Aubameyang ist einer von vier Spielern, die mehr als 30 Tore erzielten - neben Emmerich waren dies Dieter und Gerd Müller (der gleich dreimal).

Lewandowski die Torjägerkanone weggeschnappt

Apropos Geschichtsbücher: Nur 1973/74 gab es zuvor den Fall, dass gleich zwei Spieler mindestens 30 Tore in einer Saison erzielten. Damals waren dies Gerd Müller und Jupp Heynckes mit jeweils 30 Treffern. "Auba" schaffte ein Novum: Er sicherte sich als erster Spieler alleinig die Torjägerkanone, indem er den Konkurrenten am letzten Spieltag ein- und überholte. In seiner vierten Saison in Dortmund hat der Gabuner seine Quote nochmals gesteigert und sich mehrere Einträge in den Vereinsannalen gesichert. 

Man sollte gehen, wenn es am schönsten ist - besagt eine kluge Weisheit. Doch das hofft in Dortmund aus sportlicher Sicht niemand.