Trainer Antonio Conte von Inter Mailand hat auf die Kritik von Mittelfeldakteur Christian Eriksen reagiert. Der dänische Nationalspieler hatte zuletzt seine geringen Einsatzzeiten bei den Nerazzurri bemängelt. Conte verteidigte sich nun für seine Personalentscheidungen.
Im Januar wechselte Eriksen für 27 Millionen Euro von Tottenham nach Mailand und konnte sich dort seitdem nicht in der ersten Elf etablieren. In einem Interview mit TV2 zeigte er sich darüber zuletzt enttäuscht: "Davon habe ich nicht geträumt. Alle Spieler wollen so viel wie möglich spielen, aber der Trainer entscheidet, wer auf das Spielfeld darf", erklärte der 28-Jährige.
Christian Eriksen bemängelt Einsatzzeiten: "Fans wollen mich mehr spielen sehen und ich auch"
Eriksen führte aus: "Es ist eine seltsame Situation, da die Fans mich mehr spielen sehen wollen und ich auch, aber der Trainer hat andere Ideen und als Spieler muss ich das respektieren." Conte möchte seine Planungen jedoch nicht den Forderungen Eriksens und der Inter-Fans unterordnen.
"Alle Entscheidungen, die ich treffe, sind immer und nur zum Wohl Inters, nicht zum Wohl des einzelnen Spielers", betonte der Mister im Interview mit der Gazzetta dello Sport. Dass er dabei auch harte Entscheidungen treffen muss, gehöre für Conte dazu: "Ich bin wie ein Hammer, aber nur so kann man wachsen."
Getty ImagesBild: Getty Images"Ohne eine Gewinnermentalität kann man nie zum Erfolg kommen, aber das kommt durch Arbeit und Disziplin zustande", führte der 51-Jährige aus und betonte selbstbewusst: "Wenn ich Inter – hoffentlich erst in ferner Zukunft – eines Tages verlasse, bin ich mir über eine Sache sicher: Das Inter, das ich verlassen werde, wird in jeder Hinsicht besser sein als das, das ich vorgefunden habe. Das ist immer in jedem Klub passiert, in dem ich gewesen bin."


