Antonio Cassano: Cristiano Ronaldos Wechsel zu Juventus Turin war ein Fehler

Cristiano Ronaldo spielt seit seinem Wechsel 2018 von Real Madrid bei Juventus Turin. Antonio Cassano hält den damaligen Transfer für einen Fehler.

Für den früheren italienischen Nationalspieler Antonio Cassano hat Juventus Turin mit der Verpflichtung von Cristiano Ronaldo einen Fehler gemacht. Laut Cassano haben sich vor allem die Erwartungen in der Champions League nicht erfüllt. "Juventus hat ihn geholt, um die Champions League zu gewinnen. Aber mit ihm machen sie es schlechter als vorher ohne ihn", sagte Cassano dem Corriere dello Sport.

Tatsächlich erreichte Juve in der ersten Saison mit Ronaldo 2018/19 das Viertelfinale der Königsklasse, in den vergangenen beiden Jahren schied die Alte Dame aber bereits jeweils im Achtelfinale aus. Auch in der laufenden Saison steht Juventus nach der 1:2-Niederlage beim FC Porto im Achtelfinal-Hinspiel unter Druck. Die letzten Finalteilnahmen gab es vor Ronaldo 2015 und 2017. Auch Ronaldos persönliche Trefferquote in der Champions League ging nach seinem Wechsel nach Italien zurück.

Cassano: Ronaldo und Juve "falsches Projekt"

Zwar gewann Juve in den vergangenen beiden Jahren mit Ronaldo die italienische Meisterschaft, doch das überzeugt Cassano mit Blick auf die zahlreichen nationalen Titel zuvor nicht. "Sie hätten den Scudetto auch ohne ihn gewonnen. Ich denke, es war das falsche Projekt", meinte der frühere Spieler von Real Madrid.

Dabei zweifelt der frühere Stürmer nicht an den Torjägerqualitäten Ronaldos. "Er wird weiter Tore schießen, denn er weiß, wie das funktioniert. Er zieht von links nach innen und haut den Ball rein. Auch seine Kopfbälle sind einzigartig", lobte Cassano.

Die Taktik von Trainer Andrea Pirlo komme dem Spiel des Portugiesen jedoch nicht entgegen. "Pirlo will das Spiel aufbauen, Druck auf den Gegner machen und zwischen den Linien spielen. Das bedeutet, dass Cristiano nicht so sehr am Spiel teilnimmt", sagte Cassano.

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