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Amadou Haidara: Wer ist RB Leipzigs Wunsch-Nachfolger für Naby Keita?


Amadou Haidara im Porträt

Naby Keita geht in seine letzte Halbserie bei RB Leipzig , ehe sich der 22-jährige Mittelfeldspieler dem FC Liverpool anschließen wird. Über 75 Millionen Euro überweisen die Reds dafür an die Roten Bullen. Statt das Geld in einen Hochkaräter zu investieren, werden Ralf Rangnick und Co. wohl wieder Ausschau nach einem Spieler mit enormem Entwicklungspotenzial halten, der ähnlich wie Keita in Leipzig zum absoluten Weltklassespieler reifen soll. Die Bild bringt dafür Amadou Haidara ins Gespräch - doch wer ist der junge Mann aus Mali? 

Haidara und Co.: Die 13 größten Top-Talente von Salzburg

Geboren wurde Amadou Haidara am 31. Januar 1998. Seine Karriere als Fußballer begann er in der JMB Akademie Bamako, gelegen in der gleichnamigen Hauptstadt des afrikanischen Landes Mali. Im Sommer 2016 konnte Red Bull Salzburg ihn von einem Wechsel in die eigene Akademie überzeugen.

Steckbrief  | Amadou Haidara (Red Bull Salzburg)

Amadou Haidara - Mali U17

Alter: 19 Jahre

Stärken: Übersicht, taktisches Verständnis, Ballsicherheit

Schwächen: Robustheit

Position: Mittelfeld

Größter Erfolg:  Österreichischer Meister, Youth-League-Gewinner


Er sagt:  "Luiz Gustavo ist eines meiner ganz großen Idole."

Haidara mit Siegtreffer bei Salzburg-Debüt

"Ich wollte unbedingt nach Salzburg, weil mein bester Freund, Diadie Samassekou, mir nur vorgeschwärmt hat, wie toll es hier ist, und als dann die Anfrage kam, habe ich mich riesig gefreut", erklärte er seine Entscheidung kürzlich in einem Interview auf der klubeigenen Homepage. "Die Red Bull Akademie hat einen sehr guten Ruf, und ich wollte meine Chance nutzen, um mich hier weiterzuentwickeln."

Eingesetzt wurde Haidara sofort in der Kooperationsmannschaft FC Liefering, wo er im August 2016 sein Debüt in der zweiten Liga Österreichs feierte. Mit starken Leistungen sowohl in der Liga als auch in der UEFA Youth League für Salzburgs U19 empfahl er sich nach nur knapp sechs Monaten für Einsätze in der Profimannschaft von Red Bull. Sein erster Auftritt war in einem Pokalspiel, bei dem er in der Verlängerung eingewechselt wurde und anschließend sogar den Siegtreffer beisteuern konnte.

"Das war natürlich ein großartiges Gefühl, klar", erinnert sich Haidara gerne zurück. Nur wenige Tage später war ihm auch sein Debüt in der Bundesliga vergönnt. Mittlerweile hat er es auf 23 Einsätze in der höchsten Spielklasse Österreichs gebracht, auch in der Europa League und in der Qualifikation für die Champions League kam er bereits zum Einsatz.

Youth-League-Champion 2017

Darum ist es wenig verwunderlich, dass Haidara bereits seit einiger Zeit mit einem Wechsel zu einem Top-Klub in Verbindung gebracht wird. Vor allem nach dem Gewinn der Youth League im Vorjahr, als die U19 unter Trainer Marco Rose, der mittlerweile zum Cheftrainer bei den Profis aufgestiegen ist, mit begeisterndem Fußball die Jugendauswahlen der europäischen Spitzenklubs überrumpelte, gehören viele Spieler dieses Jahrgangs zu den begehrtesten Talenten Europas.

Nur logisch, dass man die Entwicklung des 19-Jährigen auch in Leipzig sehr genau verfolgt, denn es fanden schon einige Spieler den Weg vom österreichischen Serienmeister zum amtierenden deutschen Vizemeister. So auch Naby Keita, den Haidara nun in Leipzig beerben könnte. Der Spielstil beider Akteure weißt dabei durchaus Parallelen auf. Die bevorzugte Position ist das zentrale Mittelfeld, doch sowohl Keita als auch Haidara können ebenfalls auf der Außenbahn eingesetzt werden. Beide Spieler sind extrem ballsicher, kreativ und können auch auf engstem Raum Dribblings für sich entscheiden.

"Im Moment ist er dort ja noch nicht endgültiger Stammspieler. Diesen Schritt muss er jetzt hoffentlich zeitnah machen", urteilte Leipzig-Sportdirektor Ralf Rangnick noch im September bei Eurosport . "Weil er schon ein Spieler ist, von dem ich glaube, dass er das Zeug hat, irgendwann in den Top-Ligen zu spielen. Voraussetzung ist Stammspieler und eben Leistungsträger zu werden, so wie es bei Naby Keita der Fall war."

Luiz Gustavo als Vorbild

Zum Stammspieler hat er sich mittlerweile gemausert. In der Liga stand er in der aktuellen Spielzeit den Großteil der Spiele in der Startelf, in der Europa League lief er sogar jedes Spiel von Beginn an auf. Dort traf er bei der Begegnung gegen Olympique Marseille ausgerechnet auf sein Idol Luiz Gustavo.

"Es stimmt, er ist eines meiner ganz großen Fußball-Idole. Das heißt aber nicht, dass ich in Ehrfurcht erstarren muss, wenn er mich nur ansieht", blickt Haidara auf das Duell mit dem Brasilianer zurück. "Es war großartig, gegen ihn zu spielen, und es war für mich ein schönes Gefühl, zu wissen, dass meine Familie dieses Spiel zu Hause im Fernsehen anschauen konnte."

Seit kurzem eröffnet sich für seine Familie auch die Möglichkeit, ihre große Hoffnung im eigenen Land spielen zu sehen. Im Oktober feierte er sein Debüt in der Nationalmannschaft Malis, ein weiterer Länderspieleinsatz kam im November hinzu. Haidara hat sich in Salzburg zum Stammspieler entwickelt und gehört zu den größten Talenten seiner Altersklasse.

Dass der Sprung nach Leipzig nun Thema wird, ist nur folgerichtig. Rangnick hat ihn auf dem Schirm, Keitas Entwicklung kann für Haidara als Vorbild dienen. Und er wäre ja nicht der erste Spieler, der aus der Stadt an der Salzach den Weg nach Sachsen findet.

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